Corona: Volle Strassen und Restaurants in Schweden!

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Ein Blick auf die volle Drottninggatan-Queens-Straße in Stockholm, aufgenommen am 1. April. Foto: Picture Alliance, Frankfurt/Main

Im Gegensatz zu den meisten anderen EU-Ländern geht Schweden mit deutlich mehr Freizügigkeit für seine Bürger gegen die Coronavirus-Krise vor.  Nicht alle im Land finden diesen Weg gut. In Stockholm macht sich erste Unruhe breit, heisst es in einem Bericht der ntv/dpa. 

Anders Tegnell, oberster Epidemiologe in Stockholm, ist derzeit der gefragteste Mann im Land, omnipräsent auf allen Kanälen. Die Meinungen über ihn und seine Empfehlungen gehen auseinander: Während die einen auf die spezielle Corona-Strategie ihrer Regierung und ihres momentan wichtigsten Experten vertrauen, wundern sich die anderen, warum Schweden eine ganz andere Linie fährt als seine Nachbarn und EU-Partner.

Restaurants, Kneipen, Cafés bleiben geöffnet

Kindergärten und Grundschulen bis zur neunten Klasse sind anders als Gymnasien und Unis weiter offen. Das Gleiche gilt für Restaurants, Kneipen und Cafés, die ihre Gäste seit kurzem aber nur noch am Tisch bedienen dürfen.
Die Staatsgrenzen sind für Nicht-Europäer dicht, nicht aber für Bürger der EU und der Europäischen Freihandelszone, also auch für die Schweiz und Liechtenstein. Und durch Stockholm fahren weiter mit Pendlern überfüllte Busse.

Mit diesen im Gegensatz zu den anderen europäischen Ländern harmlosen Massnahmen, stellt sich die Frage, geht das auf Dauer gut?

Glaubt man dem Virologen Tegnell, dann wird die schwedische Strategie aufgehen. „Wir sind überzeugt davon, dass das hier der richtige Weg ist“, sagte er kurz vor dem Wochenende dem Sender SVT.