Tourismusstatistik Sommersaison 2019

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Zunahme der Logiernächte
In der Sommersaison 2019 (Monate Mai bis Oktober 2019) nahmen gemäss den Ergebnissen des Amtes für Statistik die Logiernächte in der Hotellerie im Vergleich zum Vorjahr erneut zu. In der Sommersaison 2019 meldeten die Hotels in Liechtenstein 83’524 Logiernächte. Dies sind 15.8% bzw. 11’370 Logiernächte mehr als im Vorjahr. In allen Monaten von Mai bis Oktober 2019 lag die Anzahl der Logiernächte über dem Vorjahresniveau. Ein möglicher Grund für die starke Zunahme der Logiernächte ist die Zunahme der verfügbaren Betten in der Hotellerie im Rheintal.

Hotels im Rheintal und Alpenhotels mit Zunahme der Logiernächte und der Gästeankünfte
Im Vergleich zum Vorjahr nahmen sowohl die Logiernächte in den Hotels im Rheintal als auch in den Alpenhotels zu. In den Hotels im Rheintal wurden 62’016

Logiernächte gebucht. Dies entspricht einer Zunahme von 20.7% gegenüber dem Vorjahr. In den Alpenhotels in Steg und in Malbun wurden 21’508 Logiernächte verzeichnet. Dies entspricht einer Zunahme von 3.5% im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Logiernächte in den Alpenhotels an der Gesamtzahl der Logiernächte betrug 25.8%.

 

 

Aufenthaltsdauer leicht unter dem Vorjahresniveau
Im gesamten Durchschnitt verbrachten die Gäste in der Sommersaison 2019 rund 1.6 Nächte in Liechtenstein. Damit lag die Aufenthaltsdauer leicht unter dem Vorjahresniveau von 1.7 Nächten. In den Alpenhotels betrug die Aufenthaltsdauer, wie im Vorjahr, 1.8 Nächte. In den Hotels im Rheintal wurde eine Aufenthaltsdauer von 1.6 Nächten verzeichnet. Dies ist ebenfalls der selbe Wert wie im Vorjahr.

Deutschland und die Schweiz sind nach wie vor häufigste Herkunftsländer
In der Sommersaison 2019 erreichten die Gäste mit dem Herkunftsland (Wohnsitzstaat) Deutschland einen Anteil von 24.3% an den gesamten Logiernächten in der Hotellerie. Im Vorjahr waren es 24.7% gewesen. Die Gäste aus Deutschland verbrachten 20’333 Nächte in Liechtenstein. Dies sind 2’492 Nächte bzw. 14.0% mehr als im Vorjahr. Die Gäste aus der Schweiz kamen ebenfalls auf einen Logiernächteanteil von 24.3%. Sie buchten 20’274 Logiernächte in Liechtenstein. Danach folgten die Gäste aus den Vereinigten Staaten (USA) mit einem Logiernächteanteil von 6.8%, aus Österreich mit 5.0% und aus dem Vereinigten Königreich mit 3.7%. Von den wichtigsten Herkunftsländern der Gäste wiesen die Niederlande mit 35.7% die höchste Zunahme der Logiernächte gegenüber dem Vorjahr auf. Danach folgten die Gäste aus der Schweiz mit einem Anstieg von 27.4%, den Vereinigten Staaten mit 24.8% und Österreich mit einer Zunahme von 22.2%.

Der geringste Anstieg der Logiernächte wurde von Gästen aus Belgien verzeichnet mit einer Zunahme von 1.2%.

Gästeankünfte steigen
Die liechtensteinische Hotellerie verzeichnete in der Sommersaison 2019 52’033 Gästeankünfte. Dies sind 20.3% bzw. 8’776 Gäste mehr als im Vorjahr.

Anzahl der geöffneten Betriebe nimmt ab
In Liechtenstein waren in der Sommersaison 2019 durchschnittlich 30.5 Hotelbetriebe geöffnet. Im Vorjahr hatten durchschnittlich 32.8 Betriebe geöffnet.

Mehr verfügbare Betten
In der Sommersaison 2019 standen in den liechtensteinischen Hotels pro Tag durchschnittlich 1’387 Betten für die Unterbringung von Gästen zur Verfügung. Im Vorjahr waren es durchschnittlich 1’357 Betten pro Tag gewesen. Die Zahl der durchschnittlich pro Tag verfügbaren Zimmer lag in der Sommersaison 2019 bei 642 Zimmern. Im Vorjahr waren es 630 verfügbare Zimmer pro Tag gewesen.

Bettenbelegung steigt
Die Netto-Bettenbelegung betrug in der Sommersaison 2019 durchschnittlich 32.7%. Im Vorjahr erreichte sie 28.9%. Bei den Hotels im Rheintal stieg die Bettenbelegung von 32.5% im Jahr 2018 auf 37.2%. Bei den Alpenhotels nahm die Bettenbelegung von 22.7% im Jahr 2018 auf 24.2% im Jahr 2019 zu. Die Netto-Zimmerbelegung betrug in der Sommersaison 2019 durchschnittlich 48.0%. Im Vorjahr waren es 44.3% gewesen.

Vergleich mit Nachbarregionen
In der Sommersaison 2019 nahmen die Logiernächte in der liechtensteinischen Hotellerie im Vergleich zum Vorjahr um 15.8% zu. In der Schweiz stiegen die Logiernächte im Vergleich zum Vorjahr um 2.4% an. Während der Kanton Graubünden eine Zunahme der Logiernächte um 2.9% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete, nahmen im Kanton St. Gallen die Logiernächte im gleichen Zeitraum um 1.7% ab.

In Österreich nahmen die Logiernächte im Vergleich zum Vorjahr um 2.2% zu. Das Nachbarbundesland Vorarlberg verbuchte bei den Logiernächten gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 0.9%.

In der Schweiz wurden in der Sommersaison 2019 in der Hotellerie insgesamt 22’619’558 Logiernächte gebucht. Davon entfielen auf den Kanton Graubünden 2’409’230 Logiernächte und auf den Kanton St. Gallen 548’471 Logiernächte. Österreich verzeichnete für die Sommersaison 2019 49’066’534 Logiernächte. Das Bundesland Vorarlberg wies in den Hotels, Gasthöfen und Pensionen 2’274’793 Logiernächte auf.