Regierungs Gesundheitspolitik im Tiefgang

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Der ungebremste Fallzahlen- sowie Geldabfluss aus Liechtenstein in Richtung St.Gallische Spitallandschaft nimmt weiterhin zu. Mit der neuen, höchst modernen Spitalanlage ab 2021 wird dies für Grabs einen noch grösseren Standort-Vorteil geben. Die volkswirtschaftliche Abwärtsspirale sinkt im freien Fall, wenn Liechtenstein nicht vor Grabs mit einer neuen, höchst modernen Spitalinfrastruktur einen Konkurrenz-Vorsprung bieten kann. Ein solches hochmodernes Spitalgebäude wäre im Liechtensteiner Unterland vorhanden. 

Von Johannes Kaiser, Landtagsabgeordneter (parteifrei)

Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Spitälern und Gesundheitsinstitutionen
(Kliniken usw.) ist erheblich. Es hängen damit aus Spitalsicht nicht nur die erforderlich
hohen OP-Fallzahlen, sondern insbesondere auch Arbeitsplätze, Zulieferer (Gewerbe) und das Steuereinkommenzusammen.

Spital Grabs zieht ab 2021 mit einer neuen, attraktiven Spital-Anlage davon
Die Spitalregion Sarganserland-Werdenberg-Grabs rüstet mit einer modernsten Spitalinfrastruktur von 200 Mio. Franken auf. Spätestens 2021 wird dieses neue Spital, das eine grosse Strahlkraft in der regionalen Gesundheitspolitik bewirken wird, eröffnet. Wer in dieser Region zuerst eine solch moderne Spitalinfrastruktur bieten kann, hat einen riesigen Wettbewerbsvorteil. Begünstigt wird diese Situation in Grabs (SG) durch eine
finanzstarke Stiftung aus Liechtenstein, die ein ganzes Onkologie-Gebäude für 10 Mio. Franken spendet. Dies ist von Liechtensteiner Seite ein klares indirektes Bekenntnis für die Stärkung der Spitalregion Grabs/Kanton St.Gallen.

Liechtenstein hätte mit dem höchst modernen Spitalgebäude in Bendern einen Standort-Vorteil
Liechtenstein könnte diesen grossen Wettbewerbs-Vorsprung insofern aufholen, indem es vor der Eröffnung der in allen Belangen modernen Spitalanlage in Grabs in eine neue, bestehende Spitalinfrastruktur einziehen würde, nämlich in das Spitalgebäude in Bendern, welches ebenfalls einen höchst modernen Standard aufweist. Damit hätte Liechtenstein gegenüber Grabs einen strategisch wichtigen Attraktivitäts-Vorteil. Ansonsten ist nicht abwendbar, dass der heute ohnehin sehr grosse Fallzahlen- und damit Geldabfluss nach Grabs/St.Gallen noch viel höher ansteigt.