Neue Fachhochschule Ostschweiz setzt auf sechs Departemente

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Designierte Trägerkonferenz fällt erste Entscheide

Die designierte Trägerkonferenz der neu zu strukturierenden Fachhochschule Ostschweiz ist am 27. September 2018 erstmals zusammengetreten. Sie legte unter anderem die künftige departementale Organisationsstruktur der Hochschule fest und erteilte der entsprechenden Arbeitsgruppe den Auftrag, die detaillierte Aufbauorganisation mit sechs Departementen und unter Einbezug hochschulinterner Stellen auszuarbeiten.

Die Trägerkonferenz ist oberstes politisches Zusammenarbeitsgremium der zukünftigen neuen Fachhochschule Ostschweiz. Sie ist ein wichtiges Element im laufenden Prozess der Neustrukturierung der Fachhochschulen im Kanton St.Gallen. Der Kantonsrat St.Gallen hat sich bereits zwei Mal mit diesem Prozess befasst und dabei klar die von den Regierungen der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein voran-getriebene gemeinsame Trägerschaft sowie, zuletzt in der Septembersession 2018, das Organisationsmodell nach Departementen gestützt.

Neue Fachhochschule Ostschweiz setzt auf sechs Departement
Um bis zum Vorliegen eines neuen Konkordates als Rechtsgrundlage für die Trägerschaft die notwendigen Entscheide treffen zu können, traten die Regierungsvertretungen aller Träger – der Kantone St.Gallen, Thurgau, Glarus, Schwyz und beider Appenzell sowie des Fürstentums Liechtenstein – nun erstmals als «designierte Trägerkonferenz» zusammen. Der Vorsitz liegt bei Regierungspräsident Stefan Kölliker als Regierungsvertreter des Standortkantons St.Gallen.

Die designierte Trägerkonferenz genehmigte die Aufträge von vier Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der neuen Fachhochschule: Es sind dies die Arbeitsgruppen «Aufbauorganisation und Prozesse», «Wahlvorbereitung Rektorin/Rektor», «Wahlvorbereitung Hochschulrat / Geschäftsreglemente» und «Corporate Identity/Corporate Design».

Departementale Organisationsstruktur
Die designierte Trägerkonferenz stimmte dem Antrag der Arbeitsgruppe «Aufbauorganisation und Prozesse» klar zu, für die neue Fachhochschule Ostschweiz eine sogenannt departementale Organisationsstruktur festzulegen. Diese Struktur folgt einer Markt- beziehungsweise Nachfragelogik. Im Vordergrund stehen die Fachbereiche, für die Departemente gebildet werden. Jeweils eine Leiterin oder ein Leiter eines Departements ist standortübergreifend für den Fachbereich verantwortlich. Das departementale Organisationsmodell stärkt die Gesamtschule. Die drei Schulstandorte werden weiter durch Standortbeiräte in ihren Regionen verankert.

Alle Trägerregierungen hatten sich bereits im März 2018 für ein departementales Organisationsmodell ausgesprochen und der Kantonsrat St.Gallen hat dieses Organisationsmodell bei der Beratung des Berichts zur Vorbereitung der neuen Fachhochschule Ostschweiz in der Septembersession 2018 klar favorisiert.

Zwei Departemente für den Fachbereich Technik
Nach eingehender Diskussion schloss sich die designierte Trägerkonferenz dem Antrag der Projektgruppe an, sechs Departemente festzulegen.

Es sind dies:

   1. Technik mit den Studiengängen Systemtechnik, Maschinentechnik,
      Energie- und Um-welttechnik und Wirtschaftsingenieurwesen
   2. Informatik und Elektrotechnik mit den Studiengängen Informatik
      und Elektrotechnik
   3. Architektur, Bau- und Planungswesen mit den Studiengängen
      Architektur, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen und
      Raumplanung
   4. Wirtschaft mit den Studiengängen Betriebsökonomie und
      Wirtschaftsinformatik
   5. Soziale Arbeit mit dem Studiengang Soziale Arbeit

   6. Gesundheit mit dem Studiengang Pflege.

Auch nach der departementalen Neuorganisation werden die Leistungsangebote der heutigen Hochschulen bestehen bleiben. Standortverlagerungen von ganzen Organisationseinheiten sind nicht vorgesehen. Die Leistungsangebote können nun aber je nach Bedarf auch standortübergreifend angeboten werden. Ebenso werden die Departementsleitungen ihre Führungsfunktion standortübergreifend wahrnehmen.

Die designierte Trägerkonferenz beauftragte die Arbeitsgruppe, diese Aufbauorganisation unter Einbezug von hochschulinternen Stellen bis zur Umsetzungsreife zu ihren Handen auszuarbeiten.

Anforderungsreicher Aufbau
Die designierte Trägerkonferenz ist sich bewusst, dass die Fachhochschul-Landschaft Ostschweiz in einem anforderungsreichen Prozess steht: Zum einen, weil heute bestehende organisatorische Strukturen zum Teil umgeformt werden. Zum andern, weil die gewachsenen Kulturen der drei heutigen Fachhochschulen zusammengeführt werden müssen. Dieses Zusammenwachsen stellt an die Mitarbeitenden grosse Anforderungen. Die designierte Trägerkonferenz ist überzeugt, dass die Aufbauorganisation mit sechs Departementen der richtige Weg ist, eine starke und konkurrenzfähige Fachhochschule Ostschweiz zu schaffen. (Johann Wucherer)