Die Welt braucht die UNO heute mehr denn je

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Bild: Regierungsrätin Aurelia Frick bei ihrer Ansprache anlässlich der 73. UNO-Generalversammlung Quelle: Marc McAndrews

Aussenministerin Aurelia Frick sprach vor der UNO in New York

 

Vaduz – Regierungsrätin Aurelia Frick vertrat Liechtenstein an der Eröffnung der 73. UNO-Generalversammlung in New York. In Zeiten vermehrter Angriffe auf das internationale System als solches plädierte sie dabei für mehr UNO, statt weniger. Liechtenstein leistet seinen Beitrag mit eigenen Initiativen.

Aussenministerin Aurelia Frick konnte die Eröffnungswoche der 73. UNO Generalversammlung erfolgreich nutzen, um die liechtensteinischen Initiativen im Rahmen der UNO weiter voranzutreiben. In zahlreichen bilateralen Treffen und Veranstaltungen forderte sie zum konstruktiven Dialog zur Stärkung des internationalen Systems auf. So leitete Aurelia Frick eine Veranstaltung zum Syrien-Mechanismus der im Dezember 2016 auf liechtensteinische Initiative geschaffen wurde und als vorbereitende Anklagebehörde zur strafrechtlichen Verfolgung der im Verlauf des Konflikts begangenen Verbrechen fungiert. Zahlreiche Minister aus befreundeten Staaten sowie die Hochkommissarin für Menschenrechte nahmen teil und drückten ihre Unterstützung aus.

35 Staaten unterstützten eine von
Liechtenstein initiierte Erklärung 

Aurelia Frick lancierte auch die Finanzsektorkommission gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel. Diese «Public-Private Partnership» wird sich mit der Rolle des Finanzsektors bei der Bekämpfung dieser Verbrechen einsetzen. Ebenfalls lud Regierungsrätin Frick zur Diskussion auf Ministerebene zur Unterstützung des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC). 35 Staaten aus allen Regionen unterstützten eine von Liechtenstein initiierte Erklärung. Diese unterstreicht die Wichtigkeit des ICC in einer Weltordnung, welche auf den Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit aufbaut.

Bereits zum zehnten Mal hielt Regierungsrätin Aurelia Frick die liechtensteinische Rede im Rahmen der Generaldebatte. Dabei unterstrich sie die Notwendigkeit einer starken UNO zur Bewältigung der grossen Herausforderungen im Bereich der Sicherheit, der Rechtsstaatlichkeit und der nachhaltigen Entwicklung. Nur gemeinsam und entschlossen können diese gemeistert werden. «Anstatt nur auf die Schwächen der UNO hinzuweisen, tun wir besser daran, ihre Stärken optimal einzusetzen», so Frick in ihrer Rede.

Essen aller Aussenministerinnen in New York 

Zusammen mit der schwedischen Aussenministerin Margot Wallström lud Aurelia Frick erneut zum Essen aller Aussenministerinnen ein, an welchem zahlreiche aktuelle Herausforderungen diskutiert wurden. Dieses Treffen hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt im Kalender der Aussenministerinnen während ihres Aufenthaltes in New York etabliert.

Der Aufenthalt an der UNO-Generalkonferenz in New York eignet sich auch immer sehr gut, um bilaterale Anliegen Liechtensteins auf Aussenministerebene anzubringen. Aurelia Frick traf sich am Rande der zahlreichen Veranstaltungen mit vielen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Im Gespräch mit der indischen Aussenministerin konnte sie beispielsweise erneut den liechtensteinischen Wunsch für ein Doppelbesteuerungs-und ein Freihandelsabkommen zum Ausdruck bringen.

Mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der UNO und anderer internationalen Organisationen tauschte sie sich zu aktuellen Themen wie Migration, der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele oder der Bekämpfung der modernen Sklaverei aus. (Domenik Wanger)