Stromproduktion: Energiepotenzial Sonne

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 Winsun gilt heute als Spezialistin in der Photovoltaik-Branche. Foto: Picture Alliance, FFM

Winsun gilt als Spezialistin in der Photovoltaik-Branche

Thomas Alva Edison hat bereits 1931 gesagt: „Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.“

Das Energiepotenzial Sonne wurde also bereits früh erkannt. Besonders in Gebieten, welche nicht am öffentlichen Netz waren, setzte man bereits vor Jahren auf die Stromproduktion mithilfe der Sonne. Als Beispiele können Ferienhäuser, Alphütten oder auch die Satellitentechnik genannt werden. Ende des 20. Jahrhunderts wurden die Modultypen und die Technologie angepasst, um das öffentliche Netz durch saubere Energie zu unterstützen. Vor rund 15 Jahren erlangte die Solarbranche einen Aufschwung. Die damals teils sehr hohen Investitionskosten für die Installation einer Photovoltaik-Anlage für den Privatgebrauch waren Grund dafür, warum der damalige Solar-Hype als zwischenzeitlicher Trend für wohlhabende Neuzeit-Hippies abgestempelt wurde.

Kürzlich hat das schweizerische Unternehmen winsun AG den Weg nach Liechtenstein gefunden. Die winsun realisiert seit über sieben Jahren Projekte im Bereich Photovoltaik für Privat- und Geschäftskunden. Der Startschuss fiel damals in der Sonnenstube Wallis und noch heute befindet sich der Hauptsitz in Steg-Hohtenn. Ihre Produkte und Dienstleistungen bietet die winsun inzwischen jedoch schweizweit sowie in Liechtenstein in insgesamt neun Filialen an.

Innert 10 Jahren wuchs das Unternehmen von acht auf rund 100 Mitarbeitende an. Die winsun ist wie auch das Liechtensteiner Familienunternehmen Ospelt Haustechnik Teil der Inretis Holding AG. Synergien können hierdurch gezielt genutzt werden. Heute gilt die winsun als Spezialistin in der Photovoltaik-Branche. Dieser Erfolg verdankt sie gemäss Beat Ruppen, Verwaltungsratspräsident der winsun, ihren Wurzeln in der Elektrobranche: «Als Start-Up und einem Durchschnittsalter von 27 Jahren war es damals nicht ganz einfach, sich gegen die Mitbewerber durchzusetzen. Das Vertrauen der Kunden konnten wir dennoch relativ schnell gewinnen – nicht zuletzt aus dem Grund, dass wir nicht wie viele andere Anbieter als Wasser- und Gebäudetechnik-Unternehmen den Sprung in die Photovoltaik wagten, sondern bereits damals grosses Vertrauen in die Zukunft der Solarenergie hatten und unsere Kenntnisse sehr stark im Bereich der Elektrotechnik liegen. Weiter konnten wir uns auf dem Markt als junges und agiles Unternehmen mit einem breiten Tätigkeitsbereich in neuen Geschäftsfeldern positionieren: Beispielsweise ergänzen wir unser Angebot neben Photovoltaik mit einem Ingenieurbüro, Elektroinstallationen (z.B. Smart-Home Installationen), Energieberatungen, Solarstrombatterien und E-Mobilität.»

Zehn Jahre nach dem sogenannten Solar-Hype stellt man fest, dass der Photovoltaik-Markt in Liechtenstein und in der Schweiz immer noch boomt und das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Sind es also die staatlichen Fördergelder, die diese Technologie in unseren Ländern am Leben halten?

Oder wie lässt sich diese Entwicklung erklären? Patrick Heeb, Leiter der neu gegründeten winsun-Filiale in Vaduz, nimmt wie folgt Stellung: «Die staatlichen Fördergelder sind ein schöner Nebeneffekt, welcher die Anlagebetreiber von Solaranlagen geniessen können. Viel erfreulicher ist aber die Grundeinstellung gegenüber erneuerbaren Energien, welche sich in unserer Gesellschaft verändert hat. Wir haben realisiert, dass unsere Ressourcen zu einem Ende kommen werden und es einen Umstieg auf neue Energiequellen benötigt. Nicht zu vergessen sind die Fortschritte in der Technologie der Photovoltaik. Beispielsweise sind die Modulpreise gesunken und haben sich in den vergangenen Jahren stabilisiert. Die Module erbringen eine erhöhte Leistung im Vergleich zu Solarmodulen vor 20 Jahren. Dies ermöglicht heute auch ohne staatliche Förderung einen wirtschaftlichen Betrieb einer Photovoltaik-Anlage. Durch die Förderungen können die Anlagebetreiber jedoch eine noch kürzere Amortisationszeit geniessen.»