Falsche Polizisten, Betrügereien, Diebstähle und Autounfälle in den letzten Tagen

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Sie hatte sich neben falschen Polizisten,Telefonbetrügereien, Autounfällen, Hangrutschungen bis hin zu Diebstählen zu befassen. Foto: Picture Alliance.

 

Telefonbetrug – falsche Polizisten in Liechtenstein aufgeflogen

Die Liechtensteinische Landespolizei wurde auch in den letzten Tagen mächtig auf Trab gehalten. Sie hatte sich neben Telefonbetrügereien, falschen Polizisten, Autounfällen, Hangrutschungen bis hin zu Diebstählen zu befassen. 

In den letzten Tagen kam es in Liechtenstein vermehrt zu versuchten Telefonbetrügereien. In einem konkreten Fall konnte die Landespolizei durch rasches Handeln einen möglichen grossen Vermögensschaden zum Nachteil einer älteren Person verhindern.

Bei der aktuellen Betrugsmasche versuchen die Täter, die sich am Telefon auf hochdeutsch meist als Polizisten oder andere Behördenmitglieder ausgeben, Personen besonders hinterhältig um ihr Geld zu bringen. Dabei werden  insbesondere ältere Menschen als potentielle Opfer ausgewählt.

Mögliches Tatvorgehen der unbekannten Täter

Bei der zurzeit zunehmend angewendeten Betrugsvariante gibt sich der Täter am Telefon als Polizist aus. Der Täter erzählt eine bestechende Geschichte. Beispielsweise, dass er in einem Betrugsfall ermittle. Das Opfer wird dringend gebeten, bei der Aufklärung des Falles mitzuhelfen und gleichzeitig überzeugt, dass sein Geld auf der Bank oder die Vermögenswerte zu Hause nicht mehr sicher seien. Es wird auf rasches Handeln gedrängt und  um absolute Verschwiegenheit gebeten. Zuletzt wird das Opfer zur Übergabe des Geldes oder einer Deponierung an einem angewiesen Ort aufgefordert.

Diese Methode entspricht in keiner Art und Weise dem Vorgehen der Polizei. Oft erfolgen die Telefonanrufe der Täter unter einer technisch manipulierten Rufnummer. So kann selbst die Polizeirufnummer oder die Rufnummer einer zur Legende passenden Behörde auf dem Display erscheinen.

Die Landespolizei rät folgendes:

  • Seien Sie skeptisch bei Hochdeutsch sprechenden Personen, welche sich als Polizisten ausgeben.
  • Machen Sie keine Angaben über Ihre persönlichen finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Melden Sie der Landespolizei verdächtige Telefonanrufe oder wenn Sie bereits Opfer eines Betruges wurden.

Hangrutsch in Gamprin

lpfl – Durch die vielen Niederschläge kam es in Gamprin am frühen Dienstagmorgen zu einem Hangrutsch, verletzt wurde niemand. Ein Erdrutsch bei der Verzweigung Haldenstrasse / Oberbendern bedeckte einen Teil der Haldenstrasse mit Steinen und Erdreich, so dass die Durchfahrt nur erschwert möglich war. Um die Verschmutzung zu beseitigen, war deshalb die Strasse bis 09:00 Uhr gesperrt.

Fussgänger von Auto erfasst

lpfl – Am Montagabend ereignete sich in Schaan ein Verkehrsunfall, bei dem sich eine Person verletzte. Eine Autolenkerin fuhr um ca. 18:40 Uhr auf der Poststrasse in Schaan Richtung Vaduz, als sie einen Mann beim Fussgängerstreifen zu spät wahrnahm.

Trotz Vollbremsung wurde der Mann von der Autofront erfasst und verletzt. Er wurde mit dem Rettungsdienst ins Spital gebracht. Am Personenwagen entstand Sachschaden

Bankkarte durch Trick gestohlen

lpfl – Am Samstagmorgen wurde einer Person durch einen Trick die Bankkarte gestohlen und anschliessend mehrere hundert Franken abgehoben. Eine Frau hatte gegen 11:30 Uhr Geldhabhebungen beim Geldautomaten beim Postgebäude in Bendern getätigt, als sie beim Verlassen des Platzes von einem französisch sprechenden Mann angesprochen wurde. Dieser gab vor, dass seine Bankkarte nicht funktioniere und bat sie, den Vorgang mit ihrer Karte zu testen. Als dies klappte, brach sie die Transaktion ab. Danach bedrängte er sie erneut, ihm zu zeigen wie die Sprache eingestellt werden könne. Bei diesem zweiten Versuch wurde die Karte vom ID-Leser nicht mehr ausgeworfen. Da die Frau annahm, dass ihre Bankkarte vom Automaten eingezogen worden war, verliess sie den Platz. Sie hatte nicht bemerkt, dass die unbekannten Täter vorher den Geldautomaten, insbesondere den Kartenleser, bearbeitet hatten, so dass es ihnen möglich war, die Bankkarte aus dem Leser zu entfernen. Sie führten anschliessend Geldabhebungen an verschiedenen Geldautomaten durch, wobei ein Schaden von mehreren hundert Franken entstand.

Die Landespolizei rät den Bankomatkunden:

  • Bevor Sie Geld abheben, schützen Sie sich vor allzu neugierigen Blicken. Decken Sie das Zahlenfeld des Bankomaten mit Ihrer Hand ab, währen Sie den PIN-Code eingeben.
  • Lassen Sie sich auf keinen Fall während des Geldabhebens von anderen Personen ablenken.
  • Mögliche Ablenkungsmanöver: Die Täter werfen eine Banknote neben den Bankkunden auf den Boden, um diesen abzulenken und anschliessend die Bankkarte aus dem Automaten zu entwenden.
  • Sollten Sie eine verdächtige Person feststellen, welche während dem Geldbezug versucht  Sie zu bespähen oder aufdringlich Fragen stellt bzw. Sie belästigt, ersuchen wir Sie, dies unverzüglich der Landespolizei  unter +423/ 236 71 11 zu melden. lpfl 

 

 

 

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