Liechtenstein-Preis 2016 für wissenschaftliche Forschung an den Innsbrucker Universitäten verliehen

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Bild: Von links René Schierscher, Stefan Achleitner, Andreas Müller, Taras Valovka, Christine Bandtlow und Tilmann Märk. Quelle: Universität Innsbruck

René Schierscher überbrachte Gratulationsadresse der Regierung

Vaduz –  Am Freitag, 3. März 2017, fand in Innsbruck die feierliche Überreichung des Preises des Fürstentums Liechtenstein 2016 für wissenschaftliche Forschung an den Innsbrucker Universitäten statt.

Der Preis des Fürstentums Liechtenstein wird bereits seit dem Jahr 1983 verliehen und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für wissenschaftliche Forschung an der Universität Innsbruck und an der Medizinischen Universität Innsbruck. Der Generalsekretär des Ministeriums für Äusseres, Bildung und Kultur, René Schierscher, gratulierte den Preisträgern zu ihren herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und unterstrich die Bedeutung der hervorragenden Zusammenarbeit im Bereich Bildung und Forschung zwischen Liechtenstein und Österreich.

Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, lobte während des Festaktes in den historischen Räumlichkeiten der Claudiana die seit vielen Jahren bestehende Kooperation mit dem Fürstentum

Liechtenstein: „Der prestigeträchtige Preis des Fürstentums Liechtenstein ist Ausdruck grosser Anerkennung für unsere Forscherinnen und Forscher und motiviert zu weiteren Spitzenleistungen. Für diese wertvolle Unterstützung, nunmehr seit über dreissig Jahren, danken wir dem Fürstentum Liechtenstein herzlich.“ Auch Christine Bandtlow, Vizerektorin für Forschung der Medizinischen Universität, betont den Wert des Preises für den wissenschaftlichen Nachwuchs: „Es lohnt sich, die Potenziale unserer Nachwuchswissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler zu unterstützen.

Das Fürstentum Liechtenstein erweist unserem Wissenschaftssystem mit der Vergabe dieses Preises einen wertvollen Dienst.“

Der mit EUR 7’500 dotierte Preis für das Jahr 2016 wurde zu gleichen Teilen an Taras Valovka von der Medizinischen Universität Innsbruck sowie an Stefan Achleitner und  Andreas Müller, beide von der Universität Innsbruck, verliehen. Die Preisträger wurden aus insgesamt 30 Eingaben durch die Vergabegremien der beiden Universitäten ausgewählt. Gestützt wurde der Entscheid durch die Gutachten externer Experten, welche die eingereichten Forschungsarbeiten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität, Originalität und Aktualität beurteilten.

In der mit dem Preis des Fürstentums Liechtenstein ausgezeichneten Forschungsarbeit beschreibt Taras Valovka erstmals einen neuen Mechanismus im Zusammenhang mit der Regulation von Entzündungsgenen und liefert damit einen vielversprechenden Angriffspunkt für die Entwicklung innovativer Therapieoptionen bei Autoimmunerkrankungen und Krebs.

Stefan Achleitner vom Institut für Infrastruktur beschäftigt sich in der prämierten Habilitation mit vergangenen und zukünftigen Hochwassern. Die Habilitation umfasst verschieden Aspekte, wie die hydrologische, hydraulische und morphodynamische Modellierung verbessert werden kann, wobei ein Schwerpunkt auf der Verbesserung ihrer Prognosefähigkeit liegt.

Der Jurist Andreas Müller vom Institut für Europarecht und Völkerrecht der Universität Innsbruck erhält den diesjährigen Liechtenstein-Preis für seine Habilitationsschrift zur unmittelbaren Wirkung des Rechts der Europäischen Union, d.h., dessen Fähigkeit, Einzelpersonen Rechte zu verleihen und Pflichten aufzuerlegen, die vor nationalen Gerichten und Behörden eingefordert werden können.

 

 

 

 

 

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