Stromrechnung senken, Gemeinschaft fördern!

Parteibühne des FBP-Landtagsabgeordneten Sebastian Gassner

 

Ab dem neuen Jahr ist es in Liechtenstein auf freiwilliger Basis möglich, den selbst produzierten Strom in sogenannten Energiegemeinschaften untereinander auszutauschen. Das hat der Landtag im September beschlossen. Wer dank seiner PV-Anlage einen Stromüberschuss hat, kann diesen an alle Abnehmer innerhalb einer Energiegemeinschaft zu einem untereinander vereinbarten Preis verkaufen. Das Kleingedruckte dabei ist jedoch, dass die Abnehmer trotzdem die vollen Netzgebühren zu zahlen haben.

Leider wurde mein Antrag im Septemberlandtag abgelehnt, den lokalen Stromtransport, also unterhalb der Trafostation, von den Netzgebühren zu befreien.

Die Regierung schlägt aber ein neues Fördermodell vor. 3 Rappen soll es für jede ausgetauschte Kilowattstunde geben. Das ist sinnvoll und trägt dazu bei, dass der in Liechtenstein produzierte Strom auch in Liechtenstein verbraucht wird, anstatt dass dieser zu tiefen oder gar negativen Preisen exportiert wird.

Verbraucher entschädigen 

Der Landtag entscheidet diese Woche darüber. Problem dabei ist, dass diese Förderung nicht die Verbraucher erhalten sollen, welche auch die Netzgebühren für den Transport des heimischen Stroms bezahlen, sondern die Produzenten.
Die FBP-Fraktion wird deshalb beantragen, dass genau die Verbraucher vom heimischen Strom für die Netzgebühren entschädigt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Förderung bei den Konsumenten selbst ankommt und nicht bei Grosserzeugern wie den LKW. Auch Gemeinden, welche sonst nicht förderberechtigt sind, können so ihre Stromüberschüsse zu attraktiven Preisen der eigenen Bevölkerung zur Verfügung stellen.

Mit diesem Anreizmodell sollen endlich auch Mieter von den finanziellen Vorteilen erneuerbarer Energie profitieren. Kleingedruckt bleibt weiters, dass die neue Förderung über eine Umlage durch alle Stromkunden finanziert werden soll, anstatt aus dem jährlichen Haushaltsbudget.

Die FBP wird deshalb fordern, dass sich die EEG-Umlage auf den Stromrechnungen per 1.1.2027 erstmals für alle Kunden um 0,5 Rappen pro Kilowattstunde reduziert.

Es ist uns wichtig, dass erstens die gesamte Bevölkerung und Wirtschaft von heimischem Strom profitieren und zweitens, dass sich unser aller Stromrechnungen reduzieren.

 

Previous articleVerkehrsentlastung Schaanwald und Nendeln
Next articleGenug Papier produziert: Schaanwald und Nendeln brauchen endlich Entlastung!