Gleichstellung stärken im Gegenwind
Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, trafen sich die Mitglieder der Konferenz Chancengleichheit Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein zu ihrer Jahreskonferenz. Dieses Jahr fand der interregionale Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Weiterbildung in der Kartause Ittingen statt.
Die Konferenz Chancengleichheit Ostschweiz und Liechtenstein setzt sich zusammen aus den Fachstellen und Kommissionen für Gleichstellung und Chancengleichheit der Kantone SG, AR, TG, GR, GL und des Fürstentums Liechtenstein, den Hochschulen, kantonalen, städtischen und kommunalen Personalämtern, kantonalen Frauenzentralen, Non-Profit-Organisationen und Beratungsstellen.
Erfolgreicher Erfahrungsaustausch
Zu Beginn der Konferenz richtete die Thurgauer Regierungsrätin Ruth Faller Graf das Grusswort an die Anwesenden und hiess sie in der Kartause Ittingen willkommen. In ihren Worten nahm sie Bezug auf das Workshopthema und regte an, gemeinsam noch mehr in den Dialog zu treten, um aktiv und entschlossen gegen den Widerstand einzutreten.
Neben dem statutarischen Teil und dem Erfahrungsaustausch setzten sich die Teilnehmenden mit dem Thema «Gleichstellung stärken im Gegenwind» auseinander. Der Workshop am Vormittag, wurde geleitet von Armelle Ako und Thomas Neumeyer von Aktion*Reaktion, einem Projekt des Vereins «Zentrum für Geschlechtergerechtigkeit» Weitere Informationen über den Verein und seine Aktivitäten, sind auf der Homepage abrufbar https://aktionreaktion.ch/
Gemeinsam stark
Weltweit nehmen Angriffe auf Frauen und LGBTIQ+-Menschen zu, ihre Grundrechte werden verstärkt infrage gestellt. Auch Organisationen und öffentliche Stellen aus dem Gleichstellungsbereich sind von Kürzungen betroffen oder geraten politisch unter Druck. Der Workshop erklärte die Mechanismen von antifeministischen Backlashs und gab den Anwesenden Werkzeuge an die Hand, wie die eigene und kollektive Widerstandskraft gestärkt und wie Kommunikationsstrategien angepasst werden sollten.
Infobox
Die Konferenz Chancengleichheit Ostschweiz und Liechtenstein trifft sich einmal pro Jahr und hat folgende Ziele:
- Förderung der effektiven Gleichstellung aller Menschen.
- Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit unter den einzelnen Organisationen.
- Zusammenarbeit mit thematisch verwandten Gremien.
- Bearbeitung eines Schwerpunktthemas wie zum Beispiel zur Lohngleichheit im Jahr 2014, zur politischen Partizipation von Frauen im Jahr 2019 oder zur Erwerbsarbeit und unbezahlten Care-Arbeit im Jahr 2022.
BILD: Aus Liechtenstein nahmen vier Vertreterinnen an der Konferenz teil (vl): Ute Mayer, Amt für Soziale Dienste, Martina Haas, Universität Liechtenstein, Rebecca Lapp, Frauennetz Liechtenstein und Jasmin Beck, infra. Bildrechte: Fürstentum Liechtenstein. zvg.

