Solide Wirtschaft in beiden Ländern
Vaduz (ots) – Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, fand in Zürich das jährliche Treffen zwischen dem liechtensteinischen Ministerium für Präsidiales und Finanzen (MPF) und der Schweizerischen Nationalbank (SNB) statt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen Angelegenheiten des gemeinsamen Währungsraums sowie aktuelle Fragen der Wirtschafts-, Geld- und Finanzstabilitätspolitik.
Regierungschefin Brigitte Haas und SNB-Präsident Martin Schlegel tauschten sich über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in beiden Ländern aus. Der Leitzins der SNB liegt gegenwärtig bei 0,0%, die Inflation in der Schweiz betrug im August 0,8%. Die SNB rechnet für die Schweiz für das laufende Jahr mit einem realen BIP-Wachstum von 1,5 bis 2%, während der IWF für Liechtenstein ein Wachstum von 1% erwartet. Trotz der globalen Unsicherheiten zeigt sich die Wirtschaft beider Länder insgesamt solide.
Verbesserung der Resilienz des liechtensteinischen Finanzplatzes
Ein Fokus der Gespräche lag auf der Stabilität der liechtensteinischen und schweizerischen Finanzplätze. Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit im statistischen Bereich. Die SNB ist unter anderem zuständig für die Erstellung der Bankenstatistiken und Zahlungsbilanz des gemeinsamen Währungsraums. Dazu erfasst die SNB auch Daten von liechtensteinischen Unternehmen. Da Liechtenstein auf diese Daten im Rahmen des laufenden Ausbaus der makroökonomischen Statistiken zurückgreifen wird, sollen die Daten – die Zustimmung der liechtensteinischen Unternehmen vorausgesetzt – in Zukunft von der SNB an das Amt für Statistik in Liechtenstein übermittelt werden. Damit kann Liechtenstein in Zukunft die Statistiken zur Lage seiner Volkswirtschaft und seines Finanzplatzes ausbauen, ohne dass die betroffenen Unternehmen mehrfach befragt werden müssen.
Gewährleistung der Bargeldversorgung
Ein weiteres Thema des Austausches betraf die Versorgung mit und der Zugang zu Bargeld. Die SNB hat den gesetzlichen Auftrag, die Bargeldversorgung zu gewährleisten. Eine funktionierende Bargeldversorgung hat wichtige Auswirkungen auf den gemeinsamen Währungsraum. Die Regierungschefin und der SNB-Präsident diskutierten das Thema Bargeld daher aus verschiedenen Aspekten mit dem Ziel, den Zugang, die Nutzung und die Akzeptanz von Bargeld im gemeinsamen Währungsraum auch in Zukunft sicherzustellen.
«Die Arbeit der Schweizerischen Nationalbank, unter anderem im Umgang mit Bargeld, ist für unsere Menschen und Unternehmen äusserst wichtig», so die Regierungschefin. Deshalb arbeite man auf verschiedenen Ebenen sehr eng mit der SNB zusammen. «Das Gespräch in Zürich hat mir wieder gezeigt, wie gut diese Zusammenarbeit funktioniert und wie wichtig sie für uns beide ist.»
BILD: Am 22. Oktober 2026 fand in Zürich das jährliche Treffen zwischen dem liechtensteinischen Ministerium für Präsidiales und Finanzen und der Schweizerischen Nationalbank statt. Foto: IKR
