Die Regierung und das Präsidium der Liechtensteinischen Industrie-
und Handelskammer (LIHK) trafen sich am 29. Oktober 2026 zu ihrem halbjährlichen Treffen, um aktuelle Themen zu besprechen. Den Auftakt bildete traditionsgemäss eine kurze Begrüssung durch Regierungs-chefin Brigitte Haas und LIHK-Präsident Klaus Risch. Anschliessend widmeten sich die Teilnehmenden einer Reihe von Themen aus Wirtschaft und Politik.
Die Gespräche fokussierten unter anderem den Landesvoranschlag 2027, die EU-Pro-grammgeneration 2028-2034 und die Einnahmen aus der OECD-Mindeststeuer in Verbin-dung mit dem Stand der Arbeiten der Arbeitsgruppe Standortförderungs-massnahmen. Auch die Zukunft des EWR im Lichte der von der isländischen Stimmbe-völkerung abgelehnten Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen und die langfristige
finanzielle Sicherung der AHV standen auf der Traktandenliste.
Regierungschefin Brigitte Haas betonte im Anschluss an den Austausch die Bedeutung der regelmässigen Treffen zwischen Regierung und LIHK: «Die Politik hat an sich selbst den Anspruch, der heimischen Wirtschaft stets die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten. In Zeiten, die geprägt sind von geopolitischen Verwerfungen, Fachkräftemangel, hohen Handelszöllen und vielen weiteren Herausforderungen gilt das umso mehr. Ein fortwährender Austausch mit den nationalen Akteuren ist von zentraler Bedeutung, um diesem Anspruch gerecht zu werden.»
Auch LIHK-Präsident Klaus Risch misst einem institutionalisierten Dialog eine hohe Bedeutung bei. «Die LIHK sieht in diesem Gefäss den idealen Rahmen, um Problemstellungen gemeinsam zu erörtern und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren», sagte er am Rande des Treffens. «Für einen starken Wirtschaftsstandort ist ein funktionales Zusammenspiel zwischen Politik und Wirtschaft eine Grundvoraussetzung.»
Von Regierungsseite nahmen Regierungschefin Brigitte Haas, Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni, Regierungsrat Hubert Büchel und Regierungssekretär Michael Hasler am Austausch teil. Die LIHK wurde vertreten durch Präsident Klaus Risch und Geschäftsführer Maximilian Rüdisser.

