LSV: Erste Trainingseinheiten und Rennen in Litauen

FIS Entry-League-Rennen in Litauen. Bild: Josef Maxer.

 

Die Ausgangslage 2026 war schwieriger als gedacht. Schlechte Bedingungen auf den Gletschern, geschlossene Skigebiete und langanhaltende warme Temperaturen. Die FIS-Elite des Ski Alpin Kaders war bereits im August zum Umplanen gezwungen. Statt Schneetage im Hochgebirge feilten Damian John, Josef Marxer, Jason Ruhe, Malea Jäger und Sina Frick indoor unterm Dach an ihrer Skitechnik. Zahlreiche Einheiten auf pickelhartem Kunstschnee bzw- -eis, unter anderem in der Skihalle Wittenburg, machten sich bei dem ersten Bewerb der neuen Saison bezahlt. 

Unter der Leitung des Trainerduos Kilian Lercher und Simon Meraner absolvierten die fünf Juniorinnen und Junioren erst einige Trainingseinheiten in Litauen und anschliessend die FIS Entry League Rennen in der Snow Arena Druskininkai. Wie bereits im Vorjahr standen hier 4 Slalom Rennen mit je 3 Läufen auf dem Programm. Unterstützt wurde das FIS Elite Team zusätzlich von Trainerneuzugang Noah Oehry, der sich vorwiegend um Malea Jäger und Sina Frick kümmern wird. Beide Damen (Jahrgang 2010) haben im Sommer den erfolgreichen Übertritt von der Jugend in die FIS-Klasse gemacht.

Dicht gedrängtes Rennprogramm

Die international besetzten Slalom-Rennen in Litauen fanden an zwei Tagen statt. 6 Läufe an einem Tag bedeutete eine konditionelle Herausforderung der Extraklasse, die alle AthletInnen auf den Prüfstand stellte. Trainer Kilian Lercher sieht die harte Arbeit im Sommer bestätigt und bezeichnete den Einstand «mehr als solide».  Vor allem Josef Marxer zeigte erstaunlich gute Leistungen. Mit seiner Körpergrösse von fast 2 Metern profitiert der Nachwuchsfahrer vom SC Gamprin vom nicht allzu steilen Gelände. Zuletzt hatte Josef Marxer immer wieder mit schnellem Wachstum und Verletzungsfolgen zu kämpfen. Auch Damian John und Jason Ruhe zeigten teils richtig gute Läufe. «Hin und wieder schleichen sich noch Schlampigkeitsfehler und ein DNF ein aber der Speed stimmt und der ein oder andere Schwung ist auch richtig stark», bilanziert Lercher mit Blick auf die Ergebnisliste, in der vor allem John und Marxer gleich mehrfach in die Top10 fuhren. Jason Ruhe hingegen schied zweimal aus und konnte unter Rennbedingungen noch nicht an seine Trainingsleistungen anknüpfen. Ihm fehlt noch etwas «die Energie im Schwung».

Juniorinnentrainer Noah Oehry konnte seine Schützlinge erstmals im Rennmodus sehen und zeigte sich ebenfalls zufrieden. Für Jäger und Frick waren es die ersten Skirennen auf FIS-Ebene und in der Halle. Sie zeigten solide Leistungen mit teils sehr guten Schwungansätzen und rangierten in den Top30. Für die jungen 16-jährigen gilt es sich zunächst an das neue Umfeld zu gewöhnen, Material und Körper neu abzustimmen und «Rennrhythmus» der Elite aufzunehmen. An Sauberkeit und Konstanz werden sie in den kommenden Schneeeinheiten noch vermehrt arbeiten.

Weiter geht die «Show of Snow» beim Weltcupstart in Sölden am 24.10.2026.

 


FIS Entry-League-Rennen in Litauen. Bild: Josef Maxer, Alpfoto


 

 

 

Previous articleJunioren LFV: Spitzenfussball