Sechs Highlights der ALPINALE im Jugendtreff im Schellenberg: Unterhaltung mit Tiefgang und ein Ausblick auf die dritte Ausgabe

Am Donnerstag, 29. Oktober, lud die Kulturkommission Schellenberg zur 2. Kurzfilmnacht ein. Der Jugendtreff im Gemeindehaus bot wieder den passenden Rahmen: gemütlich, unkompliziert und nah an der Leinwand. Gezeigt wurden sechs Highlights des diesjährigen ALPINALE Kurzfilmfestivals, ausgewählt aus über 1‘300 Einreichungen aus aller Welt.

 

Kurzfilm»candy»

Sechs Filme, sechs Perspektiven

Die Bandbreite des Abends war gross. «Die gemeinen Kleinigkeiten» (Österreich) erzählt tragikomisch von einem Mann, der sich in Körper und Familienrolle gefangen fühlt und den Mut findet, für sich einzustehen. «Candy Bar» (Australien) zeigt in wenigen Minuten, wie flüchtig und doch unvergesslich echte Begegnungen sein können. «Zwischen Linien» (Österreich) begleitet einen angehenden Profitennisspieler und hinterfragt, wie stark Bilder unsere Wahrnehmung und Vorurteile prägen. «Ever After» (Österreich) taucht in einen geheimnisvollen Unterwassergarten ein, in dem sich ein gemobbtes Mädchen frei fühlt. «Une guitare à la mer» (Frankreich) verzauberte mit handgezeichneter Animation und französischer Poesie. «Dandelion» (USA) führte ins Los Angeles der 1970er-Jahre, zu einer jungen Frau auf der Suche nach einem Weg jenseits der Flucht.

 

Kurzfilm «Dandelion»

 

Gezeigt wurden die Filme im Originalton mit englischen Untertiteln. Das Publikum liess sich gerne darauf ein: Auch nach dem Abspann sorgten die Filme noch lange für Gesprächsstoff.

Dank

Jugendliche vom Jugendtreff unterstützten hinter der Bar. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Francesco Loher, Jugendarbeiter, und Andreas Marxer für die technische Vorbereitung.

 

Blick nach vorne

Die Vorbereitungen für die nächste Kurzfilmnacht laufen bereits. Die 3. Kurzfilmnacht findet am Donnerstag, 25. Februar 2027, ab 19:30 Uhr in der Aula der Primarschule Schellenberg statt. Sie zeigen neue Blickwinkel, erzählen von anderen Lebensrealitäten und reflektieren unsere Zeit. Ob leise oder laut, poetisch oder provokant: In wenigen Minuten öffnen sie Räume zum Staunen, Lachen und Nachdenken. Kurzfilme erleben mit allen Sinnen und gemeinsam mit anderen Menschen. Das ist das Schönste daran.

 

Kurzfilm: «Une guitare à la mer»
Alle Bilder: Kulturkommission Schellenberg

 

Das macht einen starken Kurzfilm aus

  • Fokussierte Erzählung: In oft nur 5 bis 20 Minuten muss die Geschichte sofort greifen und ohne lange Vorgeschichte zum Kern kommen.
  • Subtile, authentische Konflikte: Gute Kurzfilme erzählen von Missverständnissen und aufeinanderprallenden Welten leise und tiefgründig.
  • Experimentierfreude und Vielfalt: Realfilm oder Animation: Der Mut zu ungewöhnlichen Formen und Perspektiven zeichnet einen Kurzfilm aus.
  • Starke Bild- und Tonästhetik: Weil wenig Zeit für Dialoge bleibt, erzählen Kamera, Schnitt und Sounddesign oft mehr als viele Worte.

 


BILD 1/Titelbild: Besucher/Innen bei der Kurzfilm-Nacht in Schellenberg 


 

 

 

 

 

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