Berno Heeb hat Liechtenstein an der Senioren-Europameisterschaft im spanischen Gandia vertreten. Im 14.1 endlos erreichte der Billardspieler den 25. Rang. Mehrere knappe Niederlagen verhinderten eine bessere Turnierbilanz.
Vor zwei Jahren hatte Berno Heeb mit einem fünften Schlussrang an der Senioren-EM überzeugt. Entsprechend motiviert reiste er auch diesmal zum neuntägigen Turnier nach Spanien, wo er in vier Disziplinen antrat.
Den Auftakt bildete das 14.1 endlos. Nach einem Freilos in der ersten Runde traf Heeb auf den Norweger Holmqvist, dem er mit 54:75 unterlag. Auch in der dritten Hoffnungsrunde fand der Liechtensteiner nicht wie gewünscht ins Spiel. Mit einer deutlichen 35:75-Niederlage schied er aus und belegte den 25. Rang.
Starker Auftritt gegen den Vorjahreseuropameister
Im anschliessenden 10-Ball-Wettbewerb gelang Heeb der erste Sieg: Gegen den Finnen Alanen setzte er sich mit 7:4 durch. Auch gegen dessen Landsmann und Vorjahreseuropameister Hyryläinen zeigte er eine starke Leistung. Heeb lag lange in Führung, musste sich am Ende jedoch knapp mit 6:7 geschlagen geben. In der zweiten Hoffnungsrunde folgte eine 3:7-Niederlage gegen den Tschechen Prihoda. Damit beendete Heeb diese Disziplin auf Rang 33.
Im 8-Ball entwickelte sich am Freitagmittag gegen den Polen Malinowski eine wechselhafte Partie, die Heeb mit 5:7 verlor. Anschliessend kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Hyryläinen. Der Liechtensteiner führte mit 5:3 und später mit 6:4, konnte den Vorsprung jedoch nicht ins Ziel bringen. Erneut musste er sich dem Finnen mit 6:7 geschlagen geben.
Klarer Auftaktsieg im 9-Ball
Zum Start in die abschliessende Disziplin 9-Ball setzte Heeb nochmals ein Ausrufezeichen. Gegen den Niederländer De Vries gewann er deutlich mit 9:3. Danach wartete mit Holmqvist ein weiterer Gegner, auf den er bereits im Turnierverlauf getroffen war. Nach einem 0:4-Rückstand kämpfte sich Heeb zurück in die Partie, unterlag letztlich aber mit 6:8. Gegen den Franzosen De Loriol schied er schliesslich aus und belegte auch im 9-Ball den 33. Rang.
Ganz zufrieden fiel Heebs Bilanz angesichts der mehrfach knapp verpassten Siege nicht aus. Zugleich nahm er weitere Erfahrungen auf internationalem Niveau mit nach Hause. «In gewissen Situationen wäre mehr drin gewesen, aber so läuft es manchmal im Billard», sagte Heeb vor seiner Rückreise nach Liechtenstein.

