Strassburg. Am 21. und 22. Oktober 2026 fand im Europäischen Parlament in Strassburg das 66. Treffen des Gemischten Parlamentarischen EWR-Ausschusses mit Parlamentariern der drei EWR/EFTA-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein sowie der Europäischen Union statt. Liechtenstein wurde durch die Abgeordneten Sebastian Gassner (Delegationsleiter) und Roger Schädler sowie Delegationssekretärin Jessica F. Bucher vertreten.

Im Zentrum des Austauschs standen die aktuellen Entwicklungen bei der Umsetzung des EWR-Abkommens und die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Dabei spielt die Weiterentwicklung des öffentlichen Beschaffungswesens oder der geplanten Industrial Accelerator Act eine wichtige Rolle. Weitere Themen waren die Revision des EU-Emissionshandelssystems, das europäische Stromnetze, der EU Space Act und die europäische Arktisstrategie. «Die breite Themenpalette zeigt, wie vernetzt die Herausforderungen in ganz Europa sind.», so Delegationsleiter Gassner. «Vor diesem Hintergrund ist der regelmässige Austausch mit den Europaabgeordneten auch deshalb so wichtig für uns, um für die gemeinsamen Interessen Liechtensteins zu sensibilisieren und zu werben.»

Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam stärken

Ein Schwerpunkt lag auf den Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Diskutiert wurden die Beteiligung der EWR/EFTA-Staaten am öffentlichen Beschaffungswesen und der Industriepolitik der Europäischen Union mit einem stärkeren Fokus auf «Made in Europe». Ein gemeinsamer Binnenmarkt innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums ist für die EWR/EFTA-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein und für die Funktion des EWR-Abkommens von grosser Bedeutung.

Ein zentraler Bestandteil der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU ist der geplante Industrial Accelerator Act. Die Vertreter des Europäischen Parlaments informierten über den aktuellen Stand. «Die EU will ihre Industrie stärken und klimafreundliche Technologien fördern. Für Liechtenstein als Industriestandort ist entscheidend, dass unsere Unternehmen nicht benachteiligt werden und als Teil des EWR weiterhin die gleichen Chancen im europäischen Binnenmarkt haben», so der Abgeordnete Schädler.

Der Gemischte Parlamentarische EWR-Ausschuss zwischen den EWR/EFTA-Staaten und der Europäischen Union trifft sich zweimal jährlich. Das nächste Treffen findet im Mai 2027 in Norwegen statt. (PD/JFB)

 


Bild:  v.l. Die Abgeordneten Roger Schädler und Sebastian Gassner im Europäischen Parlament in Strassburg (Foto: PD)


 

 

 

 

 

 

 

 

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