Es ist wie verhext. Schon zum xten Mal kassiert der FC Vaduz kurz vor Schluss oder in der Nachspielzeit einen Treffer, der heute gegen die Grasshoppers Punkte gekostet hat. Am Ende trennten sich die beiden Teams mehr oder weniger mit einem gerechten 2:2. Aber ärgerlich für den FCV ist diese Punkteteilung allemal.

Die erste Halbzeit in dieser Partie verlief relativ ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Liechtenstein. Die erste Top-Chance gehörte den Grasshoppers mit einem Lattenknaller, der erste Torerfolg dafür wenig später dem FC Vaduz. Liridon Berisha erzielte in der 15.min. wie aus dem Nichts die 0:1-Führung. Ebenso wie aus dem Nichts fiel einige Minuten später (23.) der GC-Ausgleich durch Manex Guibelalde. Danach hatten beide Teams noch ein, zwei Möglichkeiten, die aber nicht genutzt werden konnten.

 

Jubel bei Liridon Berisha (Vaduz) nach dem Tor zum 0:1 mit Corsin Konietzke (Vaduz) und Lufti Dalipi (Vaduz) (Michael Zanghellini)

Im zweiten Durchgang waren die Hausherren in vielen Phasen besser wie Vaduz. GC tauchte immer wieder vor dem Vaduzer Tor auf, die letzte Konsequenz im Abschluss war aber nur selten zu sehen. Es griff das altbekannte Fussballsprichwort: «Wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten».

Und so kam es auch. Der Vaduzer Juan Cabrera entpuppte sich an diesem Halloween-Abend zur Schlüsselfigur.  Schon beim Hinspiel beim 5:2-Sieg des FCV gegen GC erzielte der Mann aus Südamerika zwei Treffer und heute das wichtige 1:2 in der 64.min.

Vaduz strafte die schlechte Zürcher Chancenverwertung eiskalt ab. Nach dem erneuten Führungstor agierte der Aufsteiger mutiger und versuchte den Ball so weit wie möglich vom eigenen Tor fernzuhalten. Dies gelang – bis zur 88. Minute, als Young-Jun Lee den Ball zum Ausgleich ins Tor bugsierte. Ein gerechtes Resultat am Ende.

Stimme zum Spiel

Marc Schneider: «Wir dürfen das späte Gegentor so nicht nehmen. Die Chance haben wir ihnen gegeben. Das war etwas enttäuschend. Wir haben es gut gemacht. Ausser den Standards hatten sie nicht viel. Nach dem ersten Durchgang war ich mit der Zweikampfführung nicht zufrieden. Dann war auch das Thema Schuhe. Wir hätten zur Pause führen können.»

 

TELEGRAMM

Stadion: Letzigrund, Zürich
Schiedsrichter: Luca Piccolo
Zuschauerzahl: 4.283
FC Vaduz: Schaffran; Hasler (82.Beeli), Berisha, Simani, Schwizer; Stark; Hammerich (64.Mattia), Cabrera (64.Konietzke); Cocic (89. Akhalaia); Dalipi, Monsberger.
GC Zürich:  Hammel; Rissi, Bettkober, Pllana; Krasniqi, Guibelalde (83.Sahin), Abrashi, Stroscio (70. John); Young-Jun; Goudmijn 70.Muci), Clemente (63.Morandi),
Tore: 15.min. 0:1 Liridon Berisha, 23.min. 1:1 Manex Guibelalde, 64.min. 1:2 Juan Cabrera, 87.min. 2:2 Young-jun Lee
Verwarnungen:  34.Lutfi, 39.Pllana, 81.Stark, 83.John, 86.Simani

 


TITELBILD:  Juan Cabrera (Vaduz) jubelt. nach seinem Tor zum 1:2 (Michael Zanghellini)


 

 

 

 

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