Forumsbeitrag: VCL-Vorstand 

Kann der Arbeitsweg wirklich nur allein per Auto zurückgelegt werden? Ist der Bau teurer neuer Strassen so nötig, wie es die Autolobby darstellt? Oder wollen wir einen enkeltauglichen / nachhaltigen (im Sinn von Rio) Verkehr erreichen? Zum Wohl von Mensch und Umwelt.

Dazu müssen wir den Modalsplit der Wege und speziell der Arbeitswege bewusst ändern. Heute werden 70% bis 75% der Arbeitswege allein per Auto zurückgelegt. Firmen mit gutem betrieblichem Mobilitätsmanagement BMM und damit guter Veloinfrastruktur erreichen im Jahresdurchschnitt etwa folgenden zukunftsfähigeren Modalsplit: 50% allein per Auto oder Motorrad, 30% per ÖV, 15% per Velo, 5% per Fahrgemeinschaft. Die grossen Vorteile für Arbeitgeber sind höhere Produktivität dank weniger Fehlzeiten und weniger teuren Parkplatzbedarf.

Um den Modalsplit der Arbeitswege zukunftsfähig zu machen, braucht es politischen Mut. Denn Autowege müssen bewusst weniger attraktiv gemacht werden. Fuss-, Rad- und öffentlicher Verkehr deutlich attraktiver. Das bewirkt eine Entlastung unserer Strassen vom Autoverkehr. Der nötige gewerbliche Verkehr kann dann wieder freier fliessen. Dies ohne teure neue Strassen. Die zuständigen Behörden kennen diese Zusammenhänge.

Die Analyse der Länge der Arbeitswege zeigt, dass ein Umsteigen keine Hexerei ist. Denn etwa ein Drittel der Arbeitswege ist nur bis drei Kilometer kurz. Etwa zwei Drittel haben eine Distanz bis 15 Kilometer. Mit den heutigen Pedelecs (E-Velos) sind dies an sehr vielen Tagen Fahrraddistanzen.

Bild: VCD

 

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