Laut Wirtschaft Regional vom 4. September kämpfen gemäss AXA-Wirtschaftsstudie viele KMU mit steigenden Fehlzeiten. «Demnach verzeichnen vier von zehn Unternehmen steigende Kosten aufgrund von Fehlzeiten des Personals. Dies entspricht einer Zunahme von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2023 (35 Prozent zu 25 Prozent).»
Den Verantwortlichen der Unternehmen ist hoffentlich bewusst, was durch konsequentes Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) mit einem wirksamen Bonus-Malus-System erreicht wird: Die Mitarbeitenden sind im Durchschnitt produktiver und haben weniger Fehlzeiten. Ganz besonders wirksam sind Arbeitswege per Fahrrad oder E-Fahrrad. Das bewirkt für die einzelne Person eine bessere Lebensqualität und für den Arbeitgeber weniger Absenztage als bei Arbeitswegen per Auto.
Die Arbeitsmarktstudie betont, dass die Förderung der Gesundheit auch in der Eigenverantwortung liegt, beispielsweise durch gesunde Ernährung, genügend Bewegung und ausreichend Schlaf. «Arbeitgeber hingegen sollten ihrer Verantwortung nachkommen, indem sie Rahmenbedingungen schaffen, die gesundes Arbeiten ermöglichen.» Eine wichtige Rahmenbedingung für einen gesunden aktiven Arbeitsweg ist BMM. Eine weitere Rahmenbedingung ist eine attraktive Fahrradinfrastruktur beim Arbeitgeber, mit einer überdachten, eingangsnahen Abstellanlage.
Abschätzungen zeigen, dass die Arbeitswege im Bereich bis 15 Kilometer ohne wesentliche Steigungen liegen für etwa zwei Drittel der in Liechtenstein Beschäftigten. Heute legen im Jahresdurchschnitt nur etwa zwei bis drei Prozent der Beschäftigten den Arbeitsweg per Velo zurück. In Vorarlberg gegen 20 Prozent. Wir haben also noch viel Luft nach oben! Doch Unternehmen, Land und Gemeinden müssen das Umsteigen wollen. Die Entlastung der Strassen zu Pendlerzeiten durch mehr Arbeitswege per Velo beschleunigt auch den nötigen gewerblichen Verkehr.
Bild: Ganz besonders wirksam sind Arbeitswege per Fahrrad oder E-Fahrrad. Das bewirkt für die einzelne Person eine bessere Lebensqualität und für den Arbeitgeber weniger Absenztage als bei Arbeitswegen per Auto. Foto: VCÖ

