Seit zehn Jahren ist in der Gesamtwertung des Swiss Bike Cups immer mindestens ein  Liechtensteiner auf dem Podest.

Luca Schätti und Nicole Koller heissen die Elite-Sieger des letzten Saisonrennens des Swiss Bike Cups in Gränichen. Sie gewinnen gleichzeitig den Gesamtsieg der Rennserie. In der U23-Kategorie nutzten die beiden Liechtensteiner U23-Fahrer Felix Sprenger und Romano Püntener das Rennen in einem intensiven zweiwöchigen Trainingsblock als letzte Vorbereitung auf die Überseerennen.

Felix Sprenger will den Sieg und stürzt zweimal
Felix Sprenger klares Ziel war der Sieg, ging er doch als Nummer Eins ins Rennen. Er fühlte sich gut und der Start verlief wie geplant. Doch dann stürzte er, an zweiter Stelle liegend, in der zweiten Runde und verlor den Anschluss. Er versuchte, das Loch zur Spitze zu schliessen, bis er nochmals stürzte. Zwar beeinträchtigten ihn die dabei zugezogenen Schürfungen nicht gross. Der zweite Sturz brachte ihn aber etwas aus dem Konzept. Dennoch hiess es, noch so viele Punkte wie möglich herauszufahren. In den letzten zwei Runden der technisch anspruchsvollen Strecke fand Felix Sprenger den Flow wieder und konnte sich mit guten Rundenzeiten noch auf den siebten Rang vorarbeiten. «Ich habe bei diesem Rennen bezüglich der Reifenwahl ein zu hohes Risiko genommen und dafür bezahlen müssen», so Sprenger, der sich in Bestform fühlt. Jetzt freut er sich auf die Überseerennen.

Romano Pünteners Rennen dauerte nur eine Viertelstunde. Seine Erholungswerte waren in den Tagen vor dem Rennen nicht gut. Er wollte das Rennen unbedingt bestreiten, spürte dann aber bereits in der Startphase, dass er sich für ein Top­resultat zu wenig pushen konnte. «Deshalb entschied ich mich, aus dem Rennen zu gehen, um gut erholt nach Amerika zu reisen», so Püntener. Auch bei ihm ist die Vorfreude auf die letzten Weltcuprennen der Saison gross: «Ich bin bereit nochmals alles zu geben.» Die U23-Fahrer hatten in diesem Jahr im Swiss Bike Cup zu wenige Einsätze, um in der Gesamt­wer­tung   ein Wort um die Spitzenplatzierungen mitzureden. Damit wäre beinahe eine lange Tradition mit Liechtensteiner Podestfahrern in der Gesamtwertung gebrochen. Letzte Saison belegten Püntener und Sprenger die Ränge zwei und drei in der Gesamtwertung der Kategorie U23. Ein Jahr zuvor hatte Sprenger die Kategorie Masters/ Amateure für sich entschieden und für Püntener war es bereits das neunte Mal, dass er in der Gesamtwertung des Swiss Bike Cup aufs Podest steigen konnte. Nun also hat Liechtenstein mit Leano Bicker einen neuen Podestfahrer in dieser Renn­serie.

Er ging als einer der sie­ben Nach­wuchsfahrern und -fahrerinnen des RV Schaan am Sonntag an den Start. Nino Negele und Leano Bicker (U11) mussten zuerst einen Technikparcours mit zwölf Hindernissen bewältigen. Hier wurde Nino Negele, Leano Bicker konnte mit Rang 9 sein zweitbestes Saisonergebnis erzielen. In dem anschliessenden Rennen über zwei Runden musste Nino Negele von Reihe 5 ins Rennen der insgesamt 34 Starter gehen. Leano Bicker durfte aufgrund der guten Platzierung im Gesamtklassement aus der ersten Reihe starten. Direkt beim Start musste Nino Negele vor ihm gestürzten Fahrern ausweichen und verlor wertvolle Zeit. Mit einer starken Aufholjagd und viel Kampfgeist konnte er sich dennoch den starken 23. Rang sichern, was zu einem 29. Rang in der Tageswertung reichte.

Leano Bicker kam beim Start gut weg und konnte den ersten Anstieg als Vierter in Angriff nehmen. Bereits im oberen Teil des Anstiegs wurde angegriffen und Leano Bicker bog als zweiter Fahrer in die Waldpassage ein. Der Singletrail war mit einigen kurzen Abfahrten und Gegenanstiegen gespickt, ehe es über Schotter und As­phalt wieder in den Start-Ziel-Bereich ging. Zu Beginn des steilen und langgezogenen Anstiegs setzte Leano Bicker den entscheidenden Angriff, überholte den Führenden und gewann das Rennen 17 Sekunden vor dem Zweitplatzierten. Dies reichte in der Tageswertung zu Rang 2, was den dritten Podestplatz im sechsten Rennen bedeutete.

Noch grösser war dann die Freude, als feststand, dass sich Leano Bicker mit diesem Resultat den 3. Rang der Gesamtwertung in der Kategorie U11 sichern konnte.

Rang 7 beim Saisonfinale für Selina Lippuner
Bei den U13 Mädchen gelang Selina Lippuner ein ausgezeichneter Start. Auf der technisch und physisch sehr spannenden Strecke konnte sie den allerschnellsten Athletinnen nicht folgen, fuhr aber nach drei Runden als sehr gute Siebte über die Ziellinie.

Lina Meier wurde nach dem Start beim ersten Aufstieg etwas abgedrängt und reihte sich bei Rang 15 ein. Während der drei anspruchsvollen Runden konnte sie sich in einer kleinen Gruppe nach vorne arbeiten und beendete das Rennen auf dem sehr guten 9. Rang von 23 Klassierten. In der Gesamtwertung belegte Selina Lippuner als eine der der jüngsten Teilnehmerinnen den hervorragenden achten Rang, Lina Meier belegte Rang 11.

Paul Meier startete in der Mitte des grossen U13-Feldes. Er fuhr ein konstantes Rennen und fuhr auf Rang 30 von 51 Klassierten. In der Gesamtwertung konnte er den 31. Rang erreichen.

In der U15 rief Leo Meier zum Saisonschluss nochmals eine tolle Leistung ab. Vom Start weg auf Position 22, konnte er sich über die Startrunde und drei grosse Runden nach und nach verbessern. Durch die konstanten Rundenzeiten lag er zwischenzeitlich auf dem 17. Rang. Zum Schluss reichte die Kraft nicht mehr ganz, um diesen Rang zu halten, und er erreichte als 18. von 66 Klassierten sein bestes Saisonresultat im Swiss Bike Cup. In der Gesamtwertung belegt er Rang 26.

Weiterhin nicht wie gewünscht auf Touren kam Jonas Lippuner. Er belegte Rang 55 in der Tageswertung und Rang 50 in der Gesamtwertung des Swiss Bike Cups.

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