Leserbrief von Jo Schädler, Bendern

Eine Verbindung der beiden Rheintalautobahnen wurde oft angedacht, geplant, projektiert und wie etwa in St. Margarethen schon im Ansatz gebaut. Leider kam sie bis heute nicht zur Ausführung, weil Vorarlbergs grüne Umweltschützer es immer wieder schafften, sie zu verhindern. Nun aber soll im unteren Rheintal eine Schnellstrasse Dornbirn – St. Margarethen, dort die Dörfer entlasten.

Gäbe es eine solche Verbindung in logischer Nähe zur Wallgauautobahn, etwa bei Nofels – Meinigen mit einem grosszügigen Zoll Hof für den Warenverkehr, wäre Feldkirch und auch unser Unterland wahrscheinlich von Normal und Schwerverkehr kräftig entlastet. Feldkirch wäre nicht gezwungen gewesen die Tunnelspinne in so grossem Umfang zu bauen. Die Tunnelspinne, ein Werk, das unsere grünen Umweltschützer mit aller Gewalt zu verhindern versuchten und nun, nachdem sie in Bau ist, uns vor einer gewaltigen Verkehrsflut Angst und Bange machen. Eintausendfünfhundert Fahrzeuge würden uns nach Fertigstellung täglich zusätzlich überrollen, behaupten sie prophylaktisch.

Ergo, gäbe es die grünen Vorarlberger Umweltaktivisten nicht, wäre die Autobahnver-bindung heute vielleicht Wirklichkeit und wir hätten Ruhe vor dem Verkehr. So sind nun die Austria Grünen unseren eigenen Grünen kräftig in den Rücken gefallen. Ein Ding das an Ironie nur so strotzt. Grün denkt, Gott lenkt. Oder besser ausgedrückt, Grün versucht zu denken, aber Gott lenkt trotzdem.

Natürlich und selbstredend müssen wir zu unserer Umwelt Sorge tragen. Aber immer befriedigen wir unser Gewissen mit Alibiübungen. Baut so ein Umweltaktivist zum Beispiel ein Haus in Mauren, dann löst er eine Armada an Verkehr aus, an die Umweltbelastung durch seinen Beton gar nicht zu denken. Jeder Ziegel, jedes Fenster, Wasserrohr, Wasserhahn, Kemmihut, Isolierung usw. werden mit Lastwagen meist aus der Schweiz angekarrt. Da spielt der Verkehr natürlich keine Rolle. Ist sein Haus fertig, dann wolle man bitte die Strassen wieder zusperren.

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