Kleine Hände, grosse Ernte

Buddeln, giessen, ernten – und dabei spielerisch lernen, wo unser Essen herkommt.  Mit «AckerRacker» wird der Gemüsegarten für die Kinder der Kita Eschen zum Erlebnis. Coop unterstützt das Bildungsprogramm mit 5000 Franken.

Anuk (2) giesst konzentriert die Salate, neben ihr wühlen zwei kleine Gärtnerinnen mit ihren Händen und Mini-Schaufeln in der Erde. In den Hochbeeten bei der Kita Eschen gibt es viel zu entdecken: eine neue Gurke, riesige Kürbisblätter, ein Marienkäfer. «Oh, luag», ruft Anuk und lächelt. Schwupps – und schon verschwindet eine rote Cherry-Tomate in ihrem Mund.

Seit 2025 bauen die Eschner Kita-Kinder selbst Gemüse an. An Liechtensteiner Schulen und Kindergärten hat der Verein Ackerschaft bereits verschiedene Bildungsprogramme etabliert.

Mit «AckerRacker», einem Angebot explizit für Kitas mit Ursprung in Deutschland, startete der Verein im vergangenen Jahr mit der Kita Eschen einen Pilotversuch. Mit Erfolg: Inzwischen ackern schon in drei weiteren Liechtensteiner Kindertagesstätten kleine Racker in ihren Gärten.

Lernen fürs Leben

Die Kinder säen, jäten, giessen und ernten – und lernen ganz nebenbei, wo die Lebensmittel herkommen. «Sie beobachten, wie aus einem Samen eine Pflanze wird, wie lange ein Salat zum Wachsen braucht und dass nicht jedes Rüebli gleich aussieht», sagt die stellvertretende Kita-Leiterin Kerstin Bokstaller (26). Unterstützt wird das Kita-Team dabei von Ruedi Radieschen und Willi dem Wurm – zwei Handpuppen, die Wissen rund um Natur und Gemüse vermitteln.

Was von den Kindern mit Stolz und grossen Augen geerntet wird, landet auf den Kita-Tellern: Kürbissuppe und Kartoffeln zum Zmittag oder Gurken-Snacks für Zwischendurch. «Die Kinder entwickeln so schon früh eine Wertschätzung für Natur, Lebensmittel und gesunde Ernährung. Das schafft eine wertvolle Grundlage fürs Leben», betont Elisabeth Müssner (38), Co-Leiterin des Vereins Ackerschaft.

Finanziert wird das Kita-Programm rein durch Spenden. Damit in Eschen weiterhin fleissig gebuddelt und geerntet werden kann, unterstützt Coop das Programm mit 5000 Franken. «Den Kleinsten einen guten Umgang mit Lebensmitteln beizubringen und ihnen zu zeigen, wo und wie Gemüse wächst, ist Gold wert», sagt Christian Kirschner (44), Geschäftsführer des neuen Coop Eschen Essane Center. «Dieses Projekt passt perfekt zu den Werten von Coop. Es freut mich besonders, dass wir es hier in Eschen mittragen dürfen.» Alle Infos zum Verein und zum Bildungsprogramm unter:  www.ackerschaft.li und www.acker.co

Engagement: 4 x 5000 Franken für gute Zwecke

Coop hat die vier bisherigen Ospelt-Supermärkte in Balzers, Eschen, Grabs und Ruggell übernommen und am 14. September 2026 neu eröffnet. Im Rahmen der Übernahme unterstützt Coop an jedem Standort ein gemeinnütziges Projekt mit einer 5000-Franken-Spende


BILD: Projekt-Initiantin Elisabeth Müssner (l.) vom Verein Ackerschaft, die zweijährige Anuk (2. v. l.) und die stellvertretende Kita-Leiterin Kerstin Bokstaller (2. v. r.) beackern mit den Kindern die Gemüse-Hochbeete der Kita Eschen.  (Foto: Coop Ostschweiz-Ticino/Sara Risslegger)


 

Previous articleFinanzplanung 2027 bis 2030 zeigt stabile Ergebnisse
Next articleWahl von Prof. Dr. Martin Früh zum Chefarzt der Klinik für Onkologie und Hämatologie