Austausch der liechtensteinischen Religionsgemeinschaften

Treffen der Religionsgemeinschafen in Liechtenstein.

Organisiert vom Verein für Menschenrechte (VMR) trafen sich in der evangelisch-lutherischen Kirche in Vaduz zum insgesamt vierten Mal liechtensteinische Religionsgemeinschaften sowie verschiedene staatlicher Stellen zum Runden Tisch der Religionen. Mit dabei waren Vertreter:innen des Erzbistums Vaduz, des Christlich-Orthodoxen Kirchenverbands, der evangelisch-lutherischen Kirche, der Freien Evangelischen Gemeinde Schaan, der Islamischen Gemeinschaft im Fürstentum Liechtenstein und des Vereins für eine offene Kirche. Vertreten waren auch das Ministerium für Gesellschaft und Justiz sowie die Abteilung Chancengleichheit des Amtes für Soziale Dienste.

Zahlreiche interreligiöse Aktivitäten und reger Austausch

2023 fand der erste Runde Tisch der Religionen statt. Das Haus Gutenberg und der VMR luden die Religionsgemeinschaften Liechtenstein ein, sich auf informellem Weg untereinander besser kennenzulernen. Gleichzeitig erarbeiteten die Teilnehmenden Ideen für interreligiöse Aktivitäten. Aus dem Runden Tisch sind zum Beispiel ein gemeinsamer Ausflug zum Haus der Religionen in Bern, ein Friedenskonzert oder das Filmfestival „Religion im Kino“ während der Woche der Religionen entstanden.

In diesem Jahr stand die Rundschau der Religionsgemeinschaften im Zentrum. So stellten die Teilnehmenden ihre Religionsgemeinschaft kurz vor. Sie berichteten über die Highlights der vergangenen zwölf Monate und interreligiöse Aktivitäten. Als Gastgeberin führte die evangelisch-lutherische Kirche in einem Rundgang durch die Kirchenräumlichkeiten. Ein besonderes Augenmerk galt der alten Lutherbibel und der Appenzeller Orgel aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Sozialen Zusammenhalt fördern

Das Ziel des Runden Tisches ist es, einen Rahmen für einen regelmässigen Austausch für die verschiedenen Religionsgemeinschaften in Liechtenstein zu schaffen. Dadurch sollen Möglichkeiten zum Kennenlernen, Vernetzen und gemeinsamen Aktivitäten geschaffen und die religiöse Vielfalt in Liechtenstein sichtbar gemacht werden. Vorbild ist die Woche der Religionen in der Schweiz, die immer in der ersten Novemberwoche von der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz (IRAS COTIS) koordiniert wird. Langfristig soll der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Menschen mit unterschiedlichem religiösem und kulturellem Hintergrund gefördert werden. Dadurch können Vorurteile und Ängste abgebaut werden, was zu einem stärkeren sozialen Zusammenhalt in Liechtenstein beitragen kann.

 


Bild: Der vierte Runde Tisch der Religionen in Liechtenstein fand bei der evangelisch-lutherischen Kirche in Vaduz statt.


 

 

 

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