Der Hungarian Kickboxing World Cup in Budapest zählt zu den grössten und renommiertesten Kickbox-Turnieren weltweit. Über 3’000 Starts aus 47 Nationen machten die ungarische Hauptstadt am vergangenen Wochenende einmal mehr zum Treffpunkt der internationalen Spitzenklasse. Chikudo Martial Arts reiste gut vorbereitet an, über den Sommer wurden Trainingslager in Griechenland und Bayern besucht, um bereit für den Weltcup zu sein.
Nil Beyza Gökhan – zweiter Weltcupsieg in Serie
Den grössten Auftritt des Wochenendes lieferte Nil Beyza Gökhan. Im Light Contact bis 55 kg verlor sie ihren Auftaktkampf gegen die spätere Turniersiegerin Isabel Brider und zog daraus die richtigen Schlüsse. Im Kick Light trat sie konzentriert und fokussiert an, gewann ihre Kämpfe gegen Gegnerinnen aus Griechenland und Polen und lieferte im Finale gegen Isabel Brider eine grossartige Leistung: ein klarer Sieg und damit der Weltcupsieg im Kick Light bis 55 kg. Nach dem Turkish Open World Cup im Mai gewinnt Gökhan damit den zweiten Weltcup in Folge.
Beatrice Ledebur zeigte im Light Contact ein starkes Turnier. Mit Siegen gegen Kämpferinnen aus Deutschland, Österreich und Norwegen kämpfte sie sich ins Finale vor, dort wartete die Weltranglisten-Dritte aus Slowenien. Ein taktisches, enges Duell, das am Ende mit 0:2 Richterstimmen um jeweils einen Punkt an die Slowenin ging. Silber für Ledebur bei den Damen bis 65 Kilogramm und dazu eine weitere Bronze bei den Damen bis 70 Kilogramm.
Für Patrick Pircher lief es im Light Contact und Kick Light bis 74 kg nicht nach Wunsch. Er musste sich zwei Mal in der ersten Runde geschlagen geben und schied vorzeitig aus.
Andrin Mathiuet holt Bronze
Bei den Junioren bis 74 kg setzte sich Andrin Mathiuet in der Vorrunde durch und lieferte dabei besonders im Light Contact einen starken Kampf gegen Argentinien. Im Halbfinale musste er sich dem späteren Sieger aus Deutschland klar geschlagen geben. Bronze und ein weiterer Schritt nach vorne für den jungen Liechtensteiner.
Gastathletin aus Italien mit erstem Weltcupsieg
Cheftrainer Michael Lampert betreute in Budapest zudem Valeria Checcucci aus Italien, die bereits als Trainingsgast in Bendern zu Gast war. Bei den Damen bis 60 kg gewann sie drei Kämpfe und holte sich ihren ersten Weltcupsieg überhaupt.
«Budapest war eine gute Standortbestimmung für das gesamte Team», sagt Michael Lampert. Jetzt richten wir den Fokus voll auf die Vorbereitung zur Europameisterschaft im November in Mazedonien.»
BILD: Weltklasse in Budapest – Nil Beyza Gökhan /Liechtenstein– zweiter Weltcupsieg in Serie. Foto: FL-Team in Budapest. -Foto: Michael Lampert.

