Weltmeisterschaftshauptprobe im französischen Les Gets endet mit zwei starken Platzierungen für die LRV-Fahrer.

Zum vierten Mal in dieser U23-Weltcupsaison fuhren die LRV-Mountainbiker Romano Püntener und Felix Sprenger beim stark besetzten Weltcup in Les Gets (Frankreich) in die Top 20. Eine Woche vor der Weltmeisterschaft in Val di Sole präsentieren sich beide in starker Form – während Püntener im Short Track glänzte, überzeugte Sprenger im Cross-Country.

Romano Püntener konnte seine starke Saisonleistung in der Short-Track-Disziplin untermauern. Nach einem hektischen Beginn startete er aus der Position 40 mit der vierzehntschnellsten Startzeit eine beeindruckende Aufholjagd. In der achten und letzten Runde drehte der Schaaner mit der achtbesten Rundenzeit noch einmal gewaltig auf. Damit verbesserte er sich in der Finalen Runde um fünf Positionen auf Rang 20 und verlor dabei auf den Sieger Gustav Pedersen lediglich 53 Sekunden. «Ich habe gespürt, dass die Form passt, und bin mit dem Resultat sehr zufrieden», resümierte Püntener. Felix Sprenger hatte in diesem Rennen nach einem guten Start etwas Mühe, das konstant hohe Tempo mitzugehen, und belegte Rang 30.

Felix Sprenger (links) und Romano Püntener fahren über Wurzeln und Steine ihrem vierten Top-20-Resultat in dieser Saison entgegen. Bilder: Maxime Schmid/staronphoto

Sprengers Konstanz im Cross-Country
Hingegen fuhr er im sehr physischen Cross-Country-Rennen mit zwei Hauptanstiegen mit Rang 19 erneut in die Top 20 und verbesserte seine Startposition gleich um neun Positionen. In dem Bewusstsein, dass es auf dem Parcours in Les Gets rasch eng wird, startete er schnell ins Rennen. In der zweiten Runde musste er dafür etwas büssen und benötigte Zeit, seinen Rhythmus zu finden. In der Folge fuhr er sehr konstant, was die Tatsache unterstreicht, dass ihm in drei der sieben weiteren Runden die genau gleich schnelle Zeit gelang.

Bei einer Fahrzeit von 75 Minuten fehlte schliesslich nur eine Minute auf eine Top-Ten-Platzierung. Im Gesamtweltcup ist Sprenger damit neu auf Rang 20 klassiert. «Neben den Resultaten ist es vor allem das gute Gefühl, das mir die zweiwöchigen Vorbereitungszeit bestätigt und mir Zuversicht für die Weltmeisterschaft gibt», freute sich Sprenger über seine Form.

Püntener beweist Moral trotz Schmerzen
Im Cross-Country-Rennen hatte Romano Püntener bereits nach drei Minuten mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen, die ihn vor allem im Sitzen und in den Anstiegen blockierten, was ein konstantes Rennen unmöglich machte. Erst in der letzten Viertelstunde gelang es ihm, die Schmerzen mental auszublenden und das Tempo noch einmal anzuziehen. «So konnte ich das Rennen zumindest mit einem guten Gefühl abschliessen», so Püntener.

Er erreichte das Ziel auf Rang 48 von insgesamt 88 gestarteten Fahrern. Er wird sich nun medizinisch behandeln lassen, um dann heute Abend fit und zuversichtlich nach Italien zu reisen.

Grosse Vorfreude auf die Weltmeisterschaft
In Val di Sole erwartet die Athleten eine abwechslungsreiche WM-Strecke, deren Profil stark an Les Gets erinnert. Der anspruchsvolle Mix aus Schotterpisten, Bikepark-Passagen sowie natürlichen und gebauten Elementen verspricht ein spannendes Rennen. Die Motivation bei den beiden Liechtensteiner Mountainbikern ist entsprechend gross.

Felix Sprenger hat den Parcours bereits vor zwei Monaten besichtigt und blickt dem Wettkampf hochmotiviert entgegen. Romano Püntener kehrt an einen für ihn besonderen Ort zurück: Vor fünf Jahren bestritt er hier seine erste Junioren-Weltmeisterschaft und schloss diese auf dem 13. Rang ab. «Im Short Track habe ich gespürt, dass ich physisch und mental für diese Weltmeisterschaft bereit bin», zeigt sich Püntener selbstbewusst.

Die Liechtensteiner Fahrer werden von Nationaltrainer Urs Graf, Martin Püntener (Chef MTB) sowie Marco Sprenger (Chef Strasse) in die italienischen Alpen begleitet. Zusätzlichen Support erhält das Team von Ralph Näf, dem Teamchef und Manager des Thömus Maxon Swiss Mountain Bike Racing Teams.

Previous articleLLB unterstützt die neue Kletterhalle in Liechtenstein
Next articleDrei Podestplätze für den RV Schaan im Alpencup