Parteibühne des FBP-Landtagsabgeordneten
Daniel F. Seger

Die Sicherung unserer Landwirtschaftsböden ist für die Ernährungs-sicherheit in unserem Land von Bedeutung. Ebenso zentral sind der Hochwasserschutz und intakte, ökologisch robuste Gewässer. Daher ist es wichtig, beim Generationenprojekt Rheinaufweitung bei den Fakten zu bleiben. Anders als Herbert Elkuch in seinem Leserbrief vom 11.08. schreibt, geht durch die geplante Aufweitung Schaan-Buchs-Eschen auf Liechtensteiner Seite kein landwirtschaftlich genutztes Kulturland verloren. Es gibt keine Überflutung wertvoller Landwirt-schaftsböden bei diesem Projekt.

Die Planung berücksichtigt die lokalen Interessen. Das zeigt die Zustimmung der betroffenen Grundeigentümer. Die Gemeinden Schaan und Eschen sowie die Bürger-genossenschaft Eschen haben dem Projekt bzw. der Nutzung ihrer Grundstücke zugestimmt. Die Zustimmung jener, die unmittelbar über die betroffenen Flächen verfügen, ist ein wichtiges Signal dafür, dass eine ausgewogene und tragfähige Lösung gefunden wurde.

Falsch ist die Vorstellung, dass für die Aufweitung die heutigen Rheindämme entfernt und die umliegenden Flächen einem höheren Hochwasserrisiko ausgesetzt würden. Das Gegenteil ist der Fall: Entlang des neuen Flussbetts sind neue Dämme vorgesehen, die stabiler als die bestehenden Dämme sein werden. Die Rheinaufweitung ist nicht nur ein ökologisches Projekt, sondern auch ein Projekt für einen zeitgemässen und langfristig verbesserten Hochwasserschutz. Dass dieser Aspekt von zentraler Bedeutung ist, zeigt auch die Rolle des Amtes für Bevölkerungsschutz, das die Projektleitung übernimmt.

Natürlich müssen bei einem Projekt dieser Grössenordnung Kosten, Grundwasser,
Materialbewirtschaftung und Hochwasserschutz sorgfältig geprüft werden. Genau dafür gibt es die Planungs- und Bewilligungsverfahren. Die Diskussion muss auf den tatsächlichen Grundlagen geführt werden.

Die einfache Formel «Rheinaufweitung gegen Landwirtschaft» greift bei diesem Projekt nicht. Das Projekt wurde so ausgestaltet, dass verschiedene Interessen miteinander verbunden werden können: kein Verlust von landwirtschaftlichem Kulturland, stabilere Dämme und damit ein verbesserter Hochwasserschutz sowie gleichzeitig eine ökologische Aufwertung des Rheins und die Schaffung eines wertvollen Erholungsraums für uns Menschen.

Aus meiner Sicht ist das der richtige Weg: nicht Landwirtschaft und Natur gegeneinander
auszuspielen, sondern Lösungen zu suchen, die beiden gerecht werden.

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