Forum/Leserbrief von Marion Kindle-Kühnis, Pascal Odinga und Thomas Rehak, DpL-Mandatare, Triesen

Die Vorgänge um den Kassenbetrug in Triesen werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Seit Monaten wartet die Öffentlichkeit auf eine unabhängige Aufarbeitung. Stattdessen stockt die Untersuchung, der externe Prüfer von Ernst & Young hat sich zurückgezogen, die Regierung wartet ab. Eine klare Auskunft der Vorstehung fehlt.

Es geht um rund 670’000 Franken – und um Ereignisse, die das ganze Land erschüttert haben. Wer in einem solchen Fall schweigt, verspielt Vertrauen.

Nicht das Amtsgeheimnis ist das Problem. Das Gemeindegesetz gibt dem Gemeinderat selbst die Kompetenz zur Transparenz. Art. 48 Abs. 3 GemG bestimmt: Beschlussprotokolle sind in der Regel allgemein zugänglich. Der Gemeinderat entscheidet lediglich, welche Beschlüsse der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Transparenz ist die Regel, Geheimhaltung die Ausnahme.

Genau diesen Willen braucht es jetzt: Der Gemeinderat soll endlich den Mut finden den Sachverhalt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – und die relevanten Beschlüsse nicht unter Verschluss zu stellen.

Für die DpL-Mandatare aus Triesen ist klar: keine Verzögerungstaktik, keine Kommunikation nach dem Prinzip «so viel wie nötig, so wenig wie möglich». Wer Vertrauen zurückgewinnen will, legt offen, was rechtlich offengelegt werden darf.

Nun muss der Gemeinderat Triesen für die nötige Transparenz sorgen. Die Bürgerinnen und Bürger von Triesen haben lange genug gewartet.

 

 

 

 

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