Mehr als nur Ferien: Wenn Jugendliche in Europa über sich hinauswachsen 

Camp -Abschlussfest in Vadzuz

Beim Campabschlussfest des aha blickten junge Liechtensteiner*innen auf unvergessliche Erlebnisse, neue Freundschaften und internationale Projekte zurück.

Strahlende Gesichter und wertvolle Erfahrungen im Gepäck: Beim Campabschlussfest des aha wurde am Mittwoch deutlich, dass internationale Jugendbegegnungen weit mehr sind als nur eine Reise ins Ausland. Jugendliche, die in den vergangenen Monaten an Camps in ganz Europa teilnahmen, erzählten von neuen Herausforderungen, prägenden Erlebnissen und davon, was sie aus ihrer Zeit fernab der Heimat mitgenommen haben. So unterschiedlich die Projekte waren, eines hatten sie gemeinsam: Junge Menschen aus verschiedenen Ländern probierten Neues aus und gestalteten ihre gemeinsame Zeit aktiv mit.

Von der Idee zum internationalen Projekt

Dass echte Jugendbeteiligung funktioniert, zeigte das Projekt «FreeRide» im französischen Tignes. Die Idee stammte direkt von den Jugendlichen Luis Dudler und Alwin Seger, die das Projekt über das Jugendbeteiligungsprojekt jubel einbrachten und mit dem aha umsetzten. 22 junge Menschen aus Liechtenstein, Frankreich und Österreich setzten sich dort mit Männlichkeit und Rollenbildern im alpinen Sport auseinander, verbunden mit Skifahren und Medienworkshops. «Eine richtig coole Erfahrung», resümiert Luis, der früh Verantwortung in der Planung übernahm.

FreeRide-Gruppenfoto

 

 

Wie schnell aus einer internationalen Gruppe eine Gemeinschaft entsteht, erlebten die Teilnehmer*innen von «Expressination» in Luxemburg. Bei Theater, Tanz und Musik probierten Jugendliche aus sechs Ländern neue Ausdrucksformen aus. «Man lernt, aus seiner Komfortzone herauszukommen, und findet viele neue Freunde», erzählt Juno Blank. Auch Destina Hernler schätzt die Mischung aus Workshops und Freizeit, die Menschen nachhaltig verbindet: «Ich konnte auch dieses Jahr wieder eine tolle Woche in Luxemburg verbringen und viele neue Menschen kennenlernen.»

Estland: Natur und Wohlbefinden

Beim Camp «Wild & Well» in Estland standen Natur und ein bewusster Umgang mit Ressourcen im Fokus. Die Jugendlichen stellten Naturprodukte her, erkundeten Inseln und lernten die Hauptstadt Tallinn kennen. «Vorher wusste ich fast nichts über das Land, diese Reise war eine tolle Erfahrung mit vielen neuen Eindrücken», erzählt Matvii Mylohradov.

Kreativ durch Europa: «Eurovisionen»

Kreativ ging es auch bei den «Eurovisionen» im deutschen Neuerburg zu. 13- bis 15-Jährige aus acht Ländern probierten sich in Aktivitäten von Upcycling über Geocaching bis hin zu digitaler Fotografie aus. Englisch wurde dabei ganz selbstverständlich zur gemeinsamen Sprache.

Mehr als Fotos und Erinnerungen

Die Rückmeldungen zeigen: Internationale Jugendbegegnungen schaffen Räume, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, Unterschiede kennenlernen und Gemeinsamkeiten entdecken. Oder, wie es eine Teilnehmerin am Abschlussabend in Vaduz stellvertretend für viele zusammenfasste: «Ich habe viele neue Freunde gefunden und würde nächstes Jahr sehr gerne wieder dabei sein.»

Möglichmacher im Hintergrund

Solche grenzüberschreitenden Erfahrungen werden erst durch ein starkes Netzwerk möglich. Die Projekte werden vom aha beantragt, begleitet und gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen umgesetzt. Finanziell und strukturell unterstützt werden die Camps durch das Programm Erasmus+, die AIBA als Liechtensteiner Nationalagentur sowie der Liechtensteinischen Landesbank.

 


BILD 1: Camp-Abschlussfest: Jugendliche teilen ihre Camp-Erfahrungen beim Abschlussfest in der Kreativ Akademie in Vaduz. 

BILD 2: Freeride-Gruppenfoto: Grenzüberschreitender Spass im Schnee beim «FreeRide»-Camp in Frankreich. 


 

 

 

 

 

 

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