Leserbrief von Beat Schurte,
Breiten 19, Eschen
Die Landespolizei warnt vor manipulierten QR-Codes an Parkuhren. Was für ein Fortschritt: Jetzt drängen auch die Gemeinden das Bargeld immer weiter zurück – und wenn beim QR-Code der Betrug lauert, soll der Bürger eben selbst aufpassen.
Viele Bürger empfinden diese Digitalisierung auf öffentlichen Parkplätzen inzwischen als aufgezwungen. Nicht jeder will digital bezahlen, seine Kreditkartendaten eingeben oder sich von QR-Codes abhängig machen. Offenbar gilt: Bargeld ist unerwünscht, Digitalisierung ist Pflicht – und das Risiko trägt der Bürger.
Eine wirklich bürgerfreundliche Gemeinde würde Wahlfreiheit bieten: Wer digital bezahlen möchte, soll es tun. Wer bar bezahlen möchte, ebenfalls. Fortschritt bedeutet nicht, den Bürgern vorzuschreiben, wie sie zu bezahlen haben. Sonst ist es keine Modernisierung, sondern Bevormundung mit digitalem Etikett.

