10 Jahre Medienbildungsprojekt “Angek(l)ickt”

Zehn Jahre und 92 Veranstaltungen: Im Zentrum für Schulmedien wurden Tamara Kaufmann und Andreas Oesch vergangene Woche für ihr Engagement beim Medienbildungsprojekt «Angek(l)ickt» geehrt. Mit der multimedialen Medien-Performance wurden Kinder und Jugendliche sowie Eltern in Liechtenstein und auch der Schweiz für zahlreiche Themen der digitalen Welt sensibilisiert.

Das Medienbildungsprojekt „Angek(l)ickt» wurde 2015 von Andreas Oesch, dem damaligen Leiter des Zentrums für Schulmedien, initiiert mit Unterstützung der Fachgruppe Medienkompetenz und «befreelance», sowie der produktiven und kreativen Mitarbeit der Künstlerin Tamara Kaufmann durch Umsetzung, Regie, Filmschnitt und Darbietung.

Mit einer beeindruckenden Bilanz endet das Projekt der multimedialen Medien-Performance „Angeklickt»: Zwischen 2016 und 2026 führten die Hauptinitiatoren und Durchführenden Kaufmann und Oesch insgesamt 92 Veranstaltungen an 31 Orten durch – 14 in Liechtenstein und 17 in der Schweiz. Den Höhepunkt bildete das Jahr 2019 mit 21 Veranstaltungen; durchgehend aktiv, legte das Projekt einzig 2020 pandemiebedingt eine Pause ein. Was 2016 begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem festen Begriff der Medienbildung in der Region.

Damit die Inhalte zu jedem Alter passten, wurde „Angek(l)ickt» in drei Formaten entwickelt: „Angek(l)ickt KIDS», „Angek(l)ickt JUNIOR» und „Angek(l)ickt». Über die Jahre erreichte das Projekt so unterschiedlichste Jahrgänge – vom Grundschulalter bis in die Oberstufe. Mit der Performance-Show brachten Kaufmann und Oesch die Themen der Medienkompetenz eindrücklich und altersgerecht auf die Bühne: Cybermobbing, Datenschutz und Passwortsicherheit gehörten ebenso dazu wie Cybergrooming, Sexting und Fake-Identitäten – dazu persönliche Daten, digitale Spuren, Persönlichkeitsrechte, Selbstdarstellung, Online-Kommunikation, Big Data, Tracking, Respekt und Online-Sicherheit. So wurden abstrakte Risiken für Kinder und Jugendliche sichtbar, greifbar – und diskutierbar.

«Uns ging es immer darum, dass junge Menschen nicht nur wissen, sondern spüren, was ihre Entscheidungen im Netz bedeuten. Wenn ein Kind nach der Performance anders über sein nächstes Posting oder sogar an eine Handypause nachdenkt, haben wir unser Ziel erreicht», so Kaufmann und Oesch.

Nach zehn Jahren, zwei Ländern und vielen erreichten Kindern und Jugendlichen wird „Angek(l)ickt» nun abgeschlossen. Die Themen der Medienprävention und Medienbildung haben aber nach wie vor sehr hohe Bedeutung. Deshalb wird das Schulamt ein Folgeprojekt lancieren, das Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Erziehungsberechtigte einbezieht, damit Kinder und Jugendliche auch in Zukunft für einen sicheren, kompetenten und respektvollen Umgang mit digitalen Medien gestärkt werden.

 


BILD: Zehn Jahre und 92 Veranstaltungen: Im Zentrum für Schulmedien wurden Tamara Kaufmann und Andreas Oesch vergangene Woche für ihr Engagement beim Medienbildungsprojekt «Angek(l)ickt» geehrt.


 

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