Leserbrief von Norman Wille,
Buchenweg 1, Vaduz

 

Die Regierung hat in ihrer Sitzung von Dienstag, 7. Juli 2026, den Entwurf zum Planungs- und Umweltbericht der Strategischen Umweltprüfung (SUP) in Zusammenhang mit der Festlegung von Windeignungsgebieten im Landesrichtplan zur Kenntnis genommen und zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Mit der SUP soll eine abgestimmte Abwägung von Umweltaspekten in der übergeordneten Planung sichergestellt werden. Für die Durchführung wurden ein strategischer Steuerungsausschuss unter dem Vorsitz des Ministeriums für Inneres, Wirtschaft und Sport sowie ein operatives SUP-Team unter dem Vorsitz der Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) eingesetzt».

Wow, da haben wir aber eine ganz schöne Maschinerie in Bewegung versetzt. Was das wieder kostet … Nun, ich habe meine eigene Meinung zur 2000 Jahre alten Windmühlen-Geschichte. Bevor wir da wieder «strategische Ausschüsse und ein operatives SUP-Team» bilden, würde ich erst mal die Bevölkerung fragen, ob sie denn das mit den Windrädern auch wirklich will. Ich meine, Pardon, aber die LKW reden von 11 Windrädern, alleine jede Gondel mit einem Gewicht von rund 250 Tonnen. Der Radius, den die für die versprochene Energieentwicklung notwendigen Rotoren eines einzelnen Windrads beschreiben, nimmt eine Fläche von 7 Fussballfeldern ein.

Wir donnern wieder erst mal viel Geld zum Fenster raus, basteln irgendwelche Berichte zusammen, reden uns alles schön. Und stellen dann fest, dass die Bevölkerung nicht dabei mitmacht, unser Land mit elf solcher Monstren zu verstellen. Ich würd‘ erst mal fragen. Aber das geht ja nicht: Wir stören die hippe Welt der Arbeitsgruppen, Ausschüsse und zahlreicher weiterer Leistungsempfänger des Landes, die bereitwillig beide Hände aufhalten.

Ah ja, noch vor kurzem hat das Land damit argumentiert, mit den Windrädern einen weiteren Schritt Richtung „Energieunabhängigkeit“ zu tun. Davon ist keine Rede mehr. Das macht Sinn. Schon deshalb, weil‘s nicht stimmt. Der nächste Rohrkrepierer. Aber wenigstens das können wir. Wenn‘s auch traurig wenig ist im Verhältnis zu den finanziellen Mitteln, die wir verballern.

 

 

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