Forumsbeitrag des Verkehrsvereins Liechtenstein (VCL)

Der interessante Artikel «ÖV hinkt zu den Hauptverkehrszeiten dem Auto deutlich hinterher» im Vaterland vom 11. Juli bedarf nach Ansicht des VCL einiger Ergänzungen und Klarstellungen. Real muss die Reisezeit «Tür-zu-Tür» betrachtet werden. Nur diese Zeit ist relevant, speziell für Arbeitswege.

In unserer Region und speziell im Land gelten nach Erfahrung des VCL für Wege im Talraum inklusive massvollen Hanglagen: Im Bereich von 2 bis 3 km sind Auto und Fahrrad von Tür-zu-Tür etwa gleich schnell; per Bus braucht man doppelt so lange. Bei Stau auf den Landstrassen im relevanten Bereich ist das Velo sogar schneller. Im Bereich 3 bis 15 km braucht man mit Bus und Fahrrad etwa doppelt so lange wie per Auto. Aber: mit schnellem Pedelec (E-Fahrrad) ist man etwa gleich schnell wie per Auto. Das gilt auch für Pendler:innen aus dem Raum Feldkirch sowie dem Bezirk Werdenberg.

Damit Arbeitswege vermehrt per Velo zurückgelegt werden, ist der Ausbau der Radwege für Arbeitspendelnde so wichtig. Doch auch die Beschleunigung der Busse ist sehr wichtig. Die Busbevorzugung erfolgt optimal durch Busspuren. Doch der Bau von Busspuren ist oft nicht möglich und braucht viel Zeit. Deshalb ist kurz- und mittelfristig in Stau-Bereichen die dynamische Trassee-Freihaltung durch Fahrbahnhaltestellen und Busbuchten mit Lichtsignalanlagen nötig. Der Schienenverkehr muss in Zusammenarbeit mit der ÖBB zu einer richtigen S-Bahn ausgebaut werden.

 

 

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