Klarstellungen zum Aufarbeitungsbuch der Regierung

Leserbrief /Forum von Initiative A

 

Wie wir feststellen mussten, haben die Medienmitteilung der Regierung sowie der «Vaterland»-Bericht vom 13. Juni zum Buchprojekt über die ethische und grundrechtliche Aufarbeitung der Covid-Zeit einige Fragen aufgeworfen. Darum nachstehende Klarstellungen.

Zutreffend ist, dass bei diesem Projekt «ein enger Austausch mit dem Vorstand des Vereins Initiative A» besteht. Beim ersten Meeting mit Regierungsrat Emanuel Schädler am 28. April 2025 haben wir im Sinne des Brückenbauens eine gemeinsame Publikation vorgeschlagen. Wir begrüssen, dass der zuständige Regierungsrat diesem Vorschlag offen gegenübergestanden ist. Wir haben jedoch in der gleichen Sitzung klar gemacht, dass es auch in Liechtenstein einige offene medizinische Fragen gibt, die im Rahmen dieses Projektes aufzuarbeiten sind. Schädler zeigte sich zunächst offen dafür. Mehrere Wochen später hiess es jedoch, man sei ja nicht verpflichtet, diese Fragen zu beantworten. Allein schon aus diesem Grund kann das jetzt angedachte Buchprojekte nicht das «Ende der Aufarbeitung» sein. Wissenschaft ist nie zu Ende.

Unrichtig sind auch Aussagen von verschiedenen Seiten, dass es das Wissen von heute damals nicht gegeben habe. Das dokumentieren allein unzählige Hinweise in den geleakten RKI-Protokollen. Sie bestätigen, was unzählige Wissenschaftler, die deswegen jedoch systematisch diffamiert worden sind, von Beginn an gesagt haben, dass nämlich Covid mit Grippe vergleichbar ist. Mehr noch «bei normaler Influenzawelle versterben mehr Leute», hielt das RKI am 19. März 2021 schriftlich fest. Verdrängen schafft kein Vertrauen.

Regierungsrat Schädler hat von Beginn an betont, dass das Buch ein Projekt seines Ministeriums ist. Unser Verein ist also in keiner Art Mitträger und hat auch kein Mitbestimmungsrecht. Es wird auch nicht von uns mitfinanziert, sondern von den Steuerzahlern. Wer alles in diesem Buch zu Wort kommen wird und ob allenfalls Texte zensiert werden oder nicht, liegt im Ermessen des Ministeriums. Zutreffend ist jedoch, dass wir auf Wunsch des Ministeriums beim Rekrutieren möglicher Autoren behilflich waren.

Wir haben uns stets kooperativ verhalten und haben jeweils zeitnah umgesetzt, was gewünscht wurde, damit dieses Brückenbauer-Projekt umgesetzt werden kann. Wir schätzen den bisherigen Austausch mit dem Ministerium und sind überzeugt, dass das Projekt ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz leisten kann.

 

 

 

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