Lesermeinung von Beat Schurte,
Breiten 19, Eschen
Je länger die Debatte dauert, desto stärker entsteht der Eindruck, dass es längst nicht mehr nur um die Fristenlösung geht. Hinter der Diskussion treten zunehmend grundsätzliche gesellschafts- und staatspolitische Ziele hervor. Die Forderungen richten sich längst nicht nur gegen das Vetorecht des Fürsten, sondern stellen auch die bestehende Staatsordnung infrage.
Dabei entsteht für manche Beobachter der Eindruck, dass die eigentlichen Strippenzieher immer deutlicher zum Vorschein kommen, während die jüngeren Frauen der Freien Liste – auf allen möglichen Kanälen – die Debatte nach aussen tragen.
Die Auseinandersetzung wirkt damit zunehmend wie ein ideologisches Projekt, das weit über die ursprüngliche Frage der Fristenlösung hinausgeht.

