Leserbrief von Renate Frommelt, Bardellaweg 40, Schaan 

 

„Mit der Weisheit “ Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ begann Pf. Christian Vosshenrich die Fronleichnamspredigt. Er betonte explizit, dass dies für das Vaterland NICHT zutreffe. Die Ansicht kann ich nicht teilen. Kritische Artikel finde ich im Vaterland nur gegen Politiker der Opposition. Dort bedient man sich gerne der unteren Schublade, was den Bemühungen dieser Abgeordneten für das Gemeinwohl nicht gerecht wird.

Dank an alle Kommentar- und Leserbriefschreiber, die zur Meinungsbildung beitragen, wenn ich auch nicht immer die gleiche Ansicht vertrete. Ein spezieller Dank an Achim Vogt und Martin Seger, die sehr oft im Kreuzfeuer stehen.

Objektiver Journalismus bedeutet für mich Pro und Kontra zu beleuchten; der Leser bildet sich seine Meinung selbst. Das vermisse ich beim Vaterland. Ich bin mündig genug und lasse mich nicht gerne manipulieren.

Anlass meines Leserbriefes ist jedoch die Berichterstattung „Parkplatzsituation beim Freibad sorgt für Diskussion“. Als Fan des Freibades (das schönste Bad von ganz Mitteleuropa) war ich an Pfingsten vor Ort, die Journalistin vermutlich nicht. Sicherlich waren die Anweiser gefordert, weil die Verkehrsführung neu ist, aber der Artikel impliziert nur Negatives. Die Bemühungen des Bademeisters und der Vorsteher von Schaan und Vaduz, die sich um mit viel Energie um Lösungen bemühen, werden mit einem Artikel zunichte gemacht.

Ins gleiche Horn bläst auch Christiani Wetter (grundsätzlich hervorragender Schreibstil). Allerdings disqualifiziert sie sich selbst. Fahrer, die mehrmals die Runde drehen, tragen zum Problem bei. Vorbildfunktion fraglich; das Kind wird später auch Runden drehen. Tipp: das nächste Mal auf dem Handy die Parkplatzsituation klären und einen Bollerwagen kaufen. Laufen ist gesund!

Das Vaterland hat jetzt noch die Chance die Weichen für einen objektiven Journalismus zu stellen. Ich hoffe sehr, dass sie diese nutzen.“