Women’s European Qualifiers: Litauen – Liechtenstein 2:0 (1:0)

Liechtensteins Frauen Nationalteam verlor das letzte Spiel der diesjährigen WM-Qualifikation gegen Litauen mit 0:2, zeigte aber eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel gegen Estland

Im letzten Spiel der WM-Qualifikation passte Nationaltrainerin Adrienne Krysl im Vergleich zum Spiel gegen Estland die taktischen Vorgaben an. So starteten die Liechtensteinerinnen mit einer Fünferkette, um die defensive Stabilität zu verbessern. Leider mussten sie, wie bereits gegen Estland, früh ein Gegentor hinnehmen. In der 7. Minute konnten die Gäste den Ball nicht sauber klären, und am Ende war es Lazdauskaitė, die nach Vorarbeit von Vaitukaitytė zum 1:0 einschob.

In der Folge zeichnete sich das erwartete Spiel ab. Die Litauerinnen übernahmen das Spieldiktat, verzeichneten viel Ballbesitz und drängten die Liechtensteinerinnen in die eigene Hälfte. Doch den Liechtensteinerinnen gelang es immer wieder, Bälle zu erkämpfen oder abzufangen. Anschliessend fehlte aber oft die Präzision in den Zuspielen nach vorne. Dementsprechend landeten die Bälle schnell wieder bei den Gastgeberinnen. Obwohl die Baltinnen viel Ballbesitz hatten, gelang es ihnen selten, gefährlich vor das Tor der Liechtensteinerinnen zu kommen. Das Team von Adrienne Krysl wurde mit zunehmender Spieldauer besser und versuchte stets, das Spiel sauber von hinten aufzubauen. Nach einer guten halben Stunde versuchte es Lena Göppel nach einem Ballgewinn per Weitschuss, verzog jedoch deutlich.

Zum Start der zweiten Halbzeit brachte Krysl Julia Beck für Geburtstagskind Salome Stampfli. Das Spiel ging dort weiter, wo es aufgehört hatte. Analog zur ersten Halbzeit erzielten die Litauerinnen erneut früh einen Treffer. Diesmal dauerte es nur fünf Minuten. Nach einer Hereingabe von Romanovskaja entschlich sich Vaitukaitytė am ersten Pfosten ihrer Bewacherin und köpfte zum 2:0 ein. Die Liechtensteinerinnen liessen sich davon nicht entmutigen und hielten an ihrem Spielplan fest. So stand man defensiv kompakt und konnte, wie in der ersten Halbzeit, einige Ballgewinne verzeichnen. „Wie immer waren wir defensiv stark gefordert, mussten viel laufen und haben alle füreinander gekämpft. Es war eine grosse Steigerung zum letzten Spiel“, erläuterte Lia Hermann.

In der Vorwärtsbewegung fanden viele Pässe jedoch nicht die richtige Empfängerin, und dementsprechend ergaben sich viele Umschaltmomente. Gegen Ende der Partie verlagerte sich das Spielgeschehen hauptsächlich ins Mittelfeld.

Am Ende blieb es beim 2:0 für die Litauerinnen, die dank des Remis im Parallelspiel Estland – Bosnien & Herzegowina noch auf Rang eins kletterten.

Nationaltrainerin Adrienne Krysl blickte nach Spielende auf die Kampagne zurück: „Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrungen machen durfte. Wir haben erfahrene Spielerinnen, die dabei geblieben sind, aber auch junge Spielerinnen, die frischen Wind ins Team gebracht haben.“ 

 


BILD: Liechtensteins Frauen Nationalteam verlor das letzte Spiel der diesjährigen WM-Qualifikation gegen Litauen mit 0:2. Copyright: ©LFV/ Evaldas Semiotas