Forumsbeitrag von VCL-Vorstand

Eine autogerechte Welt ist eine Ideologie der Vergangenheit. Der VCL schaut nach vorne. Die Welt von morgen braucht aktive Mobilität für die Gesundheit der Bevölkerung und für eine enkeltaugliche Entwicklung. Dazu muss die Infrastruktur für das Auto weniger attraktiv gemacht werden und attraktiver für Verkehrsmittel mit geringeren externen Kosten, geringerem Flächenbedarf und geringeren gesundheitsschädigenden Emissionen.

Der VCL setzt sich für einen attraktiven öffentlichen Verkehr ein. Dazu braucht es konsequente Busbevorzugung zu Lasten des Autoverkehrs. Gratis-ÖV bringt nur wenige Menschen zum Umsteigen vom Auto auf den Bus. Fachleuten ist bekannt: Verbesserungen für ein Verkehrsmittel, das man nicht oder selten benutzt, bewirken wenig. Einschränkungen für ein Verkehrsmittel, das man regelmässig verwendet, bewirken viel.

Dank Kleeblattinitiative haben wir glücklicherweise in Vaduz Tempo 30 auf vielen Strassen im Siedlungsraum. Richtig wäre es, jetzt den nächsten Schritt zu machen. Also auch auf diversen sogenannten Sammelstrassen mit hohem Wohnanteil Tempo 30 einzuführen. Dies sind z.B. die Lettstrasse mit der Schulwegquerung bis zum Weiherweg, die Feldstrasse mit der Radwegquerung und die Kirchstrasse.

Radwege getrennt von den Landstrassen sind wichtig. Laut Studien fühlen sich etwa 60% der Radfahrenden im Mischverkehr nur bei Tempo 30 sicher. Deshalb fahren viele entlang Landstrassen häufig auf den Trottoirs, im Konflikt mit dem Fussverkehr. Der VCL setzt sich deshalb für flächendeckendes Tempo 30 im Siedlungsraum ein. Auch weil Quelle und Ziel des Veloverkehrs fast immer im Siedlungsraum sind.

 


BILD: Zone30, Vaduz