An der diesjährigen Mitgliederversammlung des Waldeigentümer-vereins in Schaan wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt. Neben den üblichen Traktandenpunkten wie der Jahresrechnung sowie dem Bericht über die vergangenen sowie geplanten Aktivitäten, hat der Vorstand den Juristen Wilfried Hoop eingeladen. Er gab einen Überblick über die zukünftigen Rechtsmittelmöglichkeiten der Waldbesitzer, um sich bezüglich der dringendst benötigten Waldverjüngung Gehör zu verschaffen.
Alle zwölf Mitglieder des Waldeigentümervereins trafen sich am Dienstagabend 12. Mai 2026, im Rathaus in Schaan zur jährlichen Mitgliederversammlung. Es wurde der Geschäftsbericht des Vorstandes vorgetragen und auf die Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr eingegangen. Erwähnenswert dabei war ein Besprechungstermin bei Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni, bei dem der ganze Vorstand anwesend war. Hauptthemaschwerpunkt war die aktuelle Waldverjüngung und die damit verbundenen Probleme. Ebenfalls auf diese Problematik eingegangen wurde an einer Waldbegehung Ende August des vergangenen Jahres, an der die eingeladenen Landtagsabgeordneten, Regierungsmitglieder sowie Gemeindevorstehungen einen Einblick in die Situation im Triesenberger Wald gewinnen konnten.
Wiederwahlen und rege Diskussion
An der diesjährigen Mitgliederversammlung standen Wiederwahlen des Vorstandes an. Die sechs Vorstandsmitglieder Christoph Beck, Siegfried Kofler, Gerhard Wille, Roger Schädler, Dominik Konrad und Fabio Gassner sowie die beiden Revisoren Max Gross und Gerhard Konrad stellten sich erneut zur Wahl und wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Ein weiterer Traktandenpunkt war der Bericht über die geplanten Aktivitäten des laufenden Vereinsjahres. Auf dem Jahresplan steht unter anderem die Organisation einer erneuten Waldbegehung für die politischen Vertretenden, bei der auf die Problematik der Waldverjüngung hingewiesen und diese an konkreten Beispielen gezeigt werden soll. Zudem soll die Ausarbeitung des wissenschaftlichen Grundlagenpapiers über den liechtensteinischen Wald forciert werden.
Ein spezieller Traktandenpunkt war die Diskussion über Möglichkeiten, die natürliche Waldverjüngung zu verbessern, da diese aufgrund zu hoher Schalenwildbestände seit längerem nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Aus diesem Grund hat der Vorstand den Juristen Wilfried Hoop als externen Gast an die Jahresversammlung eingeladen. Gemeinsam wurden verschiedene Ansätze und Möglichkeiten von regulatorischen Massnahmen angesprochen und rege diskutiert. Der Vorstand des Waldeigentümervereins ist nun gefordert, sich über ein weiteres, zeitnahes Vorgehen intensiv Gedanken zu machen und die notwendigen Schritte einzuleiten.

