Im Rahmen der Erarbeitung des agrarpolitischen Berichts 2026, der gemäss Landwirtschaftsgesetz alle vier Jahre unter anderem die Weiterentwicklung und Ausrichtung der Agrarpolitik aufzeigen soll, wurde das Liechtenstein-Institut mit der Durchführung einer Umfrage unter den anerkannten Landwirtschaftsbetrieben beauftragt. Ziel der Befragung war es, zentrale Themen wie den administrativen Aufwand, die Pachtsituation, die soziale Absicherung sowie weitere für die Landwirtschaft relevante Aspekte systematisch zu erfassen.
Der nun vorliegende Kurzbericht zur Umfrage zeigt, dass die Landwirtinnen und Landwirte einen hohen Arbeitsaufwand zu bewältigen haben. Ein relevanter Teil der Befragten äussert entsprechend den Wunsch nach weniger Bürokratie, effizienteren Prozessen sowie praxistauglicheren digitalen Lösungen.
Besonders ausgeprägt zeigen sich die strukturellen Herausforderungen im Bereich der Pacht. Der überwiegende Teil der Landwirtschaftsbetriebe verfügt kaum über eigene Flächen. Zudem hat eine Mehrheit der Befragten keine längerfristigen Pachtverträge abgeschlossen. Diese Situation führt bei vielen Betrieben zu Einschränkungen, insbesondere aufgrund fehlender Planungs- und Betriebssicherheit.
Im Bereich der sozialen Absicherung erachtet eine Mehrheit der Befragten Anpassungen als nicht notwendig. Das bestehende Fortbildungsangebot für Landwirtinnen und Landwirte wird von einer Mehrheit als ausreichend beurteilt.
Gleichzeitig wird der Wunsch nach mehr persönlicher Beratung sowie nach einem direkteren Austausch mit dem Amt für Umwelt geäussert.
Die Ergebnisse der Umfrage wurden den Landwirtschaftsbetrieben am 12. Mai 2026 im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Sie fliessen als wichtige Grundlage in die weitere Ausarbeitung des agrarpolitischen Berichts 2026 ein und tragen dazu bei, die agrarpolitischen Rahmenbedingungen gezielt weiterzuentwickeln.
Der vollständige Kurzbericht ist auf der Internetseite des Amtes für Umwelt unter http://www.llv.li einsehbar.

