Am kommenden Sonntag finden in Ungarn die Parlamentswahlen statt, dessen kremlfreundlicher Ministerpräsident Orban unbedingt eine weitere Amtszeit anstrebt. Zu Hilfe eilen ihm am 7./8. April die USA durch Vizepräsident JD Vance. Orban pflegt enge Beziehungen bis in die Spitze der MAGA-Bewegung. Deshalb wächst die Sorge in Brüssel von Tag zu Tag.
Man weiss zur Genüge, dass Viktor Orban durch seine Blockaden das «Enfant terrible» in der EU ist. Jüngstes Beispiel: er behindert mit seinem Veto die Auszahlung den von allen 27 EU-Staaten bewilligten Kredit in Höhe von Euro 80 Mio. an die Ukraine.
Noch schlimmer, seine Verstrickungen mit Moskau. Orbans Wahlkampf ist von Berichten erschüttert worden, wonach seine Regierung mit Moskau zusammenarbeite, und die Spannungen haben sich wegen staatlicher Bemühungen verschärft, gegen seine politischen Gegner vorzugehen. Ein Bericht des russischen Auslandsgeheimdienstes zeigte, dass Moskau über Orbans Stellung so besorgt war, dass dort erwogen wurde, ein Attentat auf Orban zu inszenieren, um seine sinkende Popularität zu steigern.
Orbans Herausforderer Peter Magyar führt bei den Wahlen
Die Fragen zu Vances Besuch nehmen zu, da Umfragen darauf hindeuten, dass Orban gegenüber seinem mitte-rechten Rivalen Peter Magyar immer weiter zurückfällt. Magyar fordert Orban wegen mutmaßlicher Korruption und der schwächelnden ungarischen Wirtschaft heraus – in der schwierigsten Wahl, der sich Orban stellen musste, seit er vor 16 Jahren ins Amt des Ministerpräsidenten zurückkehrte.
Vances Besuch gilt als letzter Rettungsversuch für Orban
Orban wollte Berichten zufolge einen Besuch von Präsident Trump, doch dieser ist auf den Krieg gegen Iran fokussiert und macht oft keinen Wahlkampf für Kandidaten, bei denen ein ernsthaftes Risiko einer Niederlage besteht. So schickt er seinen Vize Vance nach Ungarn, der als letzter Rettungsversuch für Orban gedeutet wird.
„Die US-Botschaft kennt die Umfragen ganz sicher und weiß, dass Viktor nicht auf der Siegerstraße ist“, sagte Andras Racz, Senior Fellow am Center for Security and Defense des German Council on Foreign Relations. „Auf einen Verlierer zu setzen – das klingt merkwürdig.“ Quelle: fr.rundschau, Foto: Picture Alliance, Frankfurt/Main
BILD: US.Präsident Donald Trump und Viepräsident Vance luden den ungarischen Ministerpräsidentn Viktor Orban am 7. November 2025 ins Weisse Haus zu bilateralen Geprächen ein. Foto: Picture Alliance, Frankfurt/Main und Credit:Daniel Torok / Avalon
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