Leserbrief von Jo Schädler, Bendern

Ein Turbokreisel soll das „Verkehrsproblem“ bei der Kreuzung in Schaanwald lösen. So das Vaterland am 15. April. Also am fünfzehnten und nicht am ersten. Neu ist, dass es dort überhaupt ein Verkehrsproblem gibt, oder es jemals ein solches gegeben hat.

Denn die paar Autos die nach Mauren fahren, oder von dort kommen, haben noch nie einen Stau verursacht. Hier eine Notwendigkeit herbei zu fabulieren entbehrt allem, worauf der Mensch, die Krönung der Schöpfung, gründet. Benötigt würde dieser Turbokreisel mit der Angabe, bei der Vorarlbergstrasse führen 10‘000 Autos am Tag vorbei. „Vorbei“ ist dabei richtig bemerkt und ein Kreisel in Turboform hätte eine sehr viele höhere Leistung. Ev. hat sich auch ein Schreibfehler eingeschlichen und es sollte Turbakreisel heissen. Weiter heisst es in dem Artikel: Bis zu 1500 zusätzliche Autos pro Tag werden durch den Stadttunnel Feldkirch erwartet. Diese Annahme würde bedeuten, dass es Leute gibt, die kommen jeden Tag nach Liechtenstein nur aus dem einzigen Grund, um den Stadttunnel zu befahren? Dieser Logik etwas abgewinnen ist gar nicht so einfach. Dass wir im Jahre 2030 vielleicht mehr Grenzgänger aus Vorarlberg beschäftigen können, wäre ja schön, gesichert ist das allerdings noch nicht, wie die derzeitige Situation zeigt.

Zu erwähnen ist, dass die Bärenkreuzung in Feldkirch tagtäglich zwischen 40‘000 und 50‘000 Fahrzeuge bewältigt. Die Ampelanlage dort schafft es, ohne sich dort nennenswerter Stau bildet. Da ist unser Feierabendstau in Eschen und in Bendern schon ein anderes Kaliber. Also staumässig können wir mitreden und sind weiss Gott keine Stümper. In der Frage der Staubewältigung und der nützlichen Verkehrslösungen allerdings, können wir nicht vorne mitmischen, sondern agieren eher im hinteren Schlussfeld.

Was wir dringend brauchen sind Lösungen an den Problemstellen und vor allem Busspuren. Ein Turbokreisel im Niemandsland ist reine Schlangenfängerei, Geld vertöttelen und von den wichtigen Aufgaben ablenken.