Leserbrief von Beat Schurte,
Breiten 19, Eschen
Elf Millionen Franken Gewinn bei den Liechtensteinischen Kraftwerken – (LKW) und erstmals wird das auch – dank DpL – offen ausgewiesen. Transparenz ist zu begrüssen. Doch sie wirft vor allem eine unangenehme Frage auf: Wie entstehen solche Gewinne in einem staatlich geschützten Monopol überhaupt?
Denn die LKW agieren nicht im freien Markt. Ihre Einnahmen stammen direkt aus den Netztarifen und Strompreisen, die von der Bevölkerung bezahlt werden. Wenn daraus zweistellige Millionenüberschüsse resultieren, ist das kein Erfolg wie in der Privatwirtschaft, sondern ein Hinweis darauf, dass die Belastung der Kunden offenbar grosszügig kalkuliert ist.
Noch brisanter wird es bei der Verwendung dieser Mittel. Fliessen diese Gewinne konsequent zurück in die Infrastruktur oder zu den Kunden? Oder dienen sie am Ende doch dazu, die Staatskasse zu entlasten? Ein Staatsbetrieb, der über Gebühren Gewinne abschöpft, bewegt sich schnell weg von seinem eigentlichen Auftrag.
Transparenz allein reicht nicht. Es braucht die klare Antwort, warum diese Gewinne entstehen – und wem sie tatsächlich nützen.
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