U17 nimmt viel für zukünftige Aufgaben mit

Im Rahmen der zweiten Runde der EM-Qualifikation traf Liechtensteins U17-Nationalmannschaft in Armenien auf die Alterskollegen aus Ungarn, Luxemburg und des Gastgebers. Nach einem Steigerungslauf über diese 270 Minuten wurde ein möglicher Punktgewinn in der letzten Aktion zunichte gemacht.

Nachdem es die Liechtensteiner U17-Nationalmannschaft im Herbst in Portugal neben den Gastgebern auch mit den Nachwuchsauswahlen von Wales und Slowenien zu tun bekommen hatte, wurde die zweite Qualifikationsrunde am anderen Ende Europas ausgetragen. Am Kaukasusgebirge, an der Grenze zwischen Europa und Asien, war die U17-Nationalmannschaft zu Gast in Armenien.

0:4-Niederlage gegen Ungarn

Im äussersten Osten Europas traf die Mannschaft von Nationaltrainer Mathias Mayer zunächst auf Ungarn: «Wir sind gegen einen guten Gegner ins Turnier gestartet und konnten auch dagegenhalten, aber die Tore fielen zu einem blöden Zeitpunkt. Der Sieg der Ungarn war verdient, da sie über mehr Qualität verfügten.» Am Ende mussten sich die Liechtensteiner mit 0:4 geschlagen geben.

0:5-Niederlage gegen Luxemburg

Im zweiten Gruppenspiel kam es zum Aufeinandertreffen mit Luxemburg, deren Spielernamen allerdings eher mit dem Austragungsort der ersten Qualifikationsrunde in Verbindung gebracht werden würden. Dementsprechend hoch war auch die individuelle Qualität. Dennoch wehrten sich die LFV-Spieler tapfer und konnten mit einem 0:0 in die Pause gehen. «Diese Halbzeit war top, und wir wollten daran anknüpfen. Das gelang uns aber nicht, da uns unnötige Fehler unterlaufen sind und dies im Nachhinein betrachtet die schlechteste Phase im gesamten Turnier war», fasste es Nationaltrainer Mathias Mayer zusammen. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hielt die defensive Null nicht mehr: Luxemburg ging in Führung und baute mit seiner spielerischen Qualität sowie zwei verwerteten Elfmetern das Resultat bis zum Spielende auf 5:0 aus. Gerade aus der Leistung in der ersten Halbzeit lässt sich jedoch für die Zukunft aufbauen.

2:1-Niederlage gegen Armenien

Und genau das wollten die Nachwuchsnationalspieler auch im dritten Spiel gegen die Gastgeber wieder auf den Platz bringen. Bis auf eine Aktion, bei der die Armenier auch etwas das Ballglück auf ihrer Seite hatten und so in Führung gingen, gelang dies mit einer engagierten Teamleistung. Dies auch dank starker Reflexe des Torhüters, der kurz nach Wiederbeginn zunächst einen Flugkopfball sowie auch den Nachschuss parieren konnte. Die Belohnung für eine aufopferungsvolle Leistung folgte zehn Minuten vor Schluss: Emanuel Wolf wurde auf der rechten Aussenbahn ideal von Luca Dünser angespielt, trat in der Folge zu einem Sololauf an und vollendete diesen aus spitzem Winkel zum 1:1-Ausgleich. Der Jubel über den ersten Treffer im Turnier war gross.

In der Folge hatten die Liechtensteiner sogar noch zwei Möglichkeiten auf einen weiteren Treffer. Doch der Traum von einem Punktgewinn wurde in der letzten Aktion des Spiels zunichte gemacht, nachdem Armenien ein Elfmeter zugesprochen wurde und diesen zum knappen 2:1-Sieg verwerten konnte.

«Ich muss meinen Spielern für alle drei Spiele ein grosses Kompliment aussprechen, denn sie haben ihre Sache im Rahmen ihrer Möglichkeiten hervorragend gemacht. Wir haben in der Pause gesagt, dass wir ab der 60. Minute mehr Risiko eingehen wollen – und wurden beinahe dafür belohnt. Am Ende ist es aber natürlich bitter, wenn du mit der besten Leistung im letzten Spiel in der letzten Aktion noch einen möglichen Punktgewinn vergibst», bilanzierte Mathias Mayer das Turnier, auf dem jeder einzelne Spieler aufbauen kann.

 


BILD: Kurz vor Schluss: Emanuel Wolf wurde auf der rechten Aussenbahn ideal von Luca Dünser angespielt, trat in der Folge zu einem Sololauf an und vollendete diesen aus spitzem Winkel zum 1:1-Ausgleich. Der Jubel über den ersten Treffer im Turnier war gross. Foto: (©LFV/Altan Gocher)