Leserbrief von Beat Schurte,
Breite 19, Eschen

Das Aus des Liechtensteiner Volksblatts und von RadioL ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Systems, das nicht funktioniert hat. Wo Medien politisch geprägt sind und gleichzeitig von schwacher Führung und fragwürdigen Entscheidungen in Verwaltungsräten gelenkt werden, ist das Scheitern vorprogrammiert.

Statt unabhängigen Journalismus zu fördern, entstanden Strukturen, die Nähe zur Politik über Qualität stellten. Kritik wurde zu wenig zugelassen, Verantwortung zu wenig übernommen. Am Ende blieb ein finanzielles Desaster – mitgetragen durch öffentliche Gelder.

Gerade hier liegt der Kern des Problems: Wenn Politik und staatsnahe Strukturen Medien beeinflussen und gleichzeitig wirtschaftlich versagen, zahlt die Öffentlichkeit doppelt – mit Steuergeld und mit verlorenem Vertrauen.

Dieser Fall ist ein deutliches Warnsignal: Medien brauchen Unabhängigkeit, Kompetenz und klare Verantwortung. Wo politische Einflussnahme und mangelnde Führung dominieren, scheitert nicht nur ein Unternehmen – sondern ein Stück Glaubwürdigkeit.