Lesermeinung von Initiant Jürgen Schädler, Wangerbergstrasse 20, Triesenberg
In Europa zeigt sich ein klares Bild: Bargeld ist keineswegs ein Auslaufmodell, sondern in vielen Ländern rechtlich geschützt. Während oft behauptet wird, Bargeld verliere an Bedeutung, haben zahlreiche Staaten genau das Gegenteil erkannt und eine Annahmepflicht eingeführt.
So gilt in Ländern wie Belgien, Frankreich, Spanien, Norwegen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Luxemburg und Ungarn eine verbindliche Pflicht für Händler, Bargeld anzunehmen. Wer sich weigert, muss mit Sanktionen oder rechtlichen Konsequenzen rechnen. Auch in Portugal und Lettland ist eine Ablehnung nur in eng begrenzten Ausnahmefällen zulässig. In Tschechien besteht ebenfalls ein gesetzlich verankertes Recht auf Barzahlung.
Selbst in Dänemark ist die Bargeldannahme im Alltag gesetzlich vorgeschrieben, zumindest während eines Grossteils des Tages. Diese Entwicklung zeigt deutlich: Bargeld wird in vielen europäischen Staaten als Teil der Grundversorgung verstanden.
Warum gehen so viele Länder diesen Weg? Weil Bargeld mehr ist als nur ein Zahlungsmittel. Es garantiert Teilhabe für alle Menschen, schützt die Privatsphäre und sorgt für Stabilität in Krisensituationen, etwa bei Stromausfällen oder technischen Störungen.
Die Botschaft ist klar: Wo Bargeld verschwindet, schwindet auch ein Stück Freiheit. Eine gesetzliche Annahmepflicht ist kein Rückschritt, sondern ein notwendiger Schutz für Bürgerinnen und Bürger.
Deshalb «JA zu Bargeld»
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