Leserbrief von Jo Schädler, Bendern
Manchmal vermute ich einfach, gewissen Krisen im Land ist es ein Dorn im Auge, dass das „Liechtensteiner Vaterland“ noch nicht die Frechheit hat, auch zu verlumpen, als diese „Machenschaften“ das „Volksblatt“ und das „Radio L“ traf.
Und ehrlich gesagt, mir ist es völlig egal, wer der Besitzer des Medienhauses ist, so lange er: mich für die 502.00 Franken Abo –Gebühr, mir nicht jeden Tag ein sinnentleertes Bilderbüchlein in den Briefkasten wirft, voll mit seichten Tamediaschmarren, der mich ohnehin den ganzen Tag aus allen Kanälen verfolgt und meint, mich mit grossformatigen Bildern ergötzen und halten zu können.
Ein Besitzer, der nicht damit einverstanden ist, dass das Medienhaus die freie Lesermeinung nach Lust und Laune verändern und zitieren sich erlauben darf.
Ein Besitzer der moralisch so gefestigt ist, dass er nicht jeden, über den vor Gericht ein Urteil gefällt wurde, meist mit einer halben Seite als lüsterner Nachrichter auftritt und den armen schon geschundenen Verurteilten noch einmal wie eine Sau durch das Dorf jagt.
Ein Besitzer dem Tiefgang wichtiger ist wie schnöder und aufgeplusterter Schalmeiengesang und bei dem Qualität vor der Zeitungsdicke stehen muss. Und ehrlich gesagt und auch gut gemeint, wenn mich die einzige Landeszeitung nicht darüber informiert, dass eine 84jährige Frau in Unterengstringen gegen eine Tanne aus Eichenholz gefahren ist und sich irgendwo ein Walfisch verlaufen hat, wird sich die Inschrift auf meinem Grabstein nicht gross verändern. Und so immer weiter und so immerfort.
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