Die besten Kickboxerinnen und Kickboxer trafen sich vergangene Woche zum ersten Grossanlass der Saison. In Jesolo (Italien) fand der Italian Kickboxing World Cup mit über 4’000 Starts aus knapp 50 Nationen statt. Auch der Chikudo Martial Arts war mit vier Athleten vertreten – und konnte dabei vier Bronzemedaillen gewinnen.

Patrick Pircher mit Bronze im starken Teilnehmerfeld
Bei den Herren im Light Contact bis 74 Kilogramm setzte sich Patrick Pircher zunächst zweimal gegen Gegner aus Italien durch. Anschliessend gewann er kampflos gegen Deutschland, nachdem sich sein Gegner im Vorkampf verletzt hatte und nicht antreten konnte. Im Halbfinale traf Pircher auf Liam Holden aus Grossbritannien, dem er sich schliesslich geschlagen geben musste.

Auch in der Disziplin Kick Light zeigte Pircher eine starke Leistung. Nach einem Sieg gegen einen italienischen Gegner traf er in der zweiten Runde auf den amtierenden Weltmeister aus Griechenland, gegen den er sich geschlagen geben musste.

Beatrice Ledebur überzeugt in zwei Gewichtsklassen
Die in Wien lebende Liechtensteinerin Beatrice Ledebur startete bei den Damen in den Kategorien bis 65 und bis 70 Kilogramm und wusste dabei zu überzeugen. Sie gewann ihre jeweiligen Vorkämpfe klar und erreichte in beiden Kategorien das Halbfinale, wo sie auf starke Gegnerinnen aus Kroatien traf.

In der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm entwickelte sich ein sehr enger Kampf gegen Ela Znaor, den Ledebur erst in der Schlussphase knapp verlor. Im zweiten Halbfinale traf sie auf die amtierende Weltmeisterin. In einem taktisch geprägten Duell hielt sie lange gut mit, musste sich am Ende jedoch der späteren Turniersiegerin geschlagen geben.

Weitere Bronze für Nil Beyza Gökhan
Eine weitere Bronzemedaille gewann Nil Beyza Gökhan in der Disziplin Kick Light bis 55 Kilogramm. Nach einem Freilos zum Auftakt setzte sie sich gegen eine Gegnerin aus Spanien durch. Im Halbfinale unterlag sie in einem sehr knappen Kampf einer Kämpferin aus Griechenland und verpasste damit den Finaleinzug.

Bei den Junioren sammelte Andrin Mathiuet wertvolle internationale Erfahrung. In beiden Kategorien konnte er sich in der Vorrunde nicht gegen seine Gegner durchsetzen und schied aus. Für den Nachwuchsathleten steht jedoch vor allem die wichtige Wettkampfpraxis auf internationalem Niveau im Vordergrund.