Universität Liechtenstein feiert 40 neue Alumni
Die Universität Liechtenstein verabschiedet 40 junge Talente in die Arbeitswelt. Fünf Doktortitel, sieben begehrte Auszeichnungen der regionalen Wirtschaft und ein starkes Plädoyer für Menschlichkeit prägten die Diplomfeier am 27. März 2026 in Vaduz.
Am Freitag, 27. März 2026, entliess die Universität Liechtenstein 40 Absolventinnen und Absolventen in ihre berufliche Zukunft. 20 Bachelorstudierende, 15 Masterstudierende und fünf Doktoranden holten sich das Rüstzeug für Karrieren in der Architektur, den Wirtschaftswissenschaften und der Informatik. Die Feier im voll besetzten Auditorium bot weit mehr als die reine Übergabe von Urkunden: Sie war ein Aufruf zu Neugier, Empathie und kritischem Denken.
Menschlichkeit schlägt künstliche Intelligenz
Rektor Christian Frommelt eröffnete den Nachmittag mit einem Blick auf die Macht der Zahlen. Doch er warnte die jungen Akademiker innen und Akademiker davor, sich von reiner Datenlogik blenden zu lassen. Er forderte sie auf: „Bleibt neugierig, bleibt offen, bleibt kritisch, aber seid auch bereit, darüber zu staunen, was unsere Welt alles zu bieten hat“. Den oftmals unsicheren wirtschaftlichen Zeiten zum Trotz versprühte der Rektor pure Zuversicht. Er sei felsenfest davon überzeugt, dass sich die harte Arbeit auszahle und sich „immer eine Türe öffnen wird“.
Der liechtensteinische Diplomat Panagiotis Potolidis-Beck stiess in seiner Festrede ins selbe Horn. Er riet den Alumni, Haltung zu bewahren: „Bleiben Sie sich selbst und Ihren Überzeugungen treu“. Wer in einer komplexen Welt verhandeln und bestehen wolle, müsse seinem Gegenüber zwingend auf Augenhöhe begegnen und den aufrichtigen Versuch wagen, andere Perspektiven wirklich zu verstehen.
Dass diese Botschaft bei den Studierenden längst angekommen ist, bewiesen die Abschlussreden. Dennis Markmann, Masterabsolvent in Entrepreneurship, verglich den persönlichen Werdegang mit einem handgemachten Musikstück. In Zeiten, in denen KI alles automatisiert, betonte er den Wert des Unperfekten: „Was kein Tool replizieren kann, ist das, was ihr mitbringt. (…) Das ist euer Song und der klingt anders als alles, was generiert werden kann“. Architektur-Absolventin Linda Gasser erinnerte an die harte Arbeit hinter den Kulissen: an „Nächte voller Mate, Kaffee und Popcorn“, in denen aus purem Stress unerschütterlicher Zusammenhalt und Motivation erwuchs.
Fünf Doktortitel und sieben Spitzenleistungen
Fünf Persönlichkeiten schlossen ihr Doktorat an der Universität ab: Daniel Haselsberger (Architektur) sowie Sandro Franzoi, Sebastian Petric, Lukas Salcher und Fabian Stein (alle Wirtschaftswissenschaften). Die drei anwesenden Wirtschaftswissenschaftler Franzoi, Petric und Salcher verteidigten ihre anspruchsvollen Dissertationen allesamt mit der absoluten Bestnote „summa cum laude“.
Traditionell zeichnet die regionale Wirtschaft an der Feier absolute Spitzenleistungen im Studium aus. Sieben Nachwuchskräfte sicherten sich in diesem Jahr die begehrten Unternehmenspreise:
- Die Liechtensteinische Ingenieur- und Architektenvereinigung (LIA) ehrte Linda Gasser (Bachelor of Science) und Sabrina Catharine Münzer (Master of Science) als beste Absolventinnen der Architektur.
- Die Hilti AG prämierte die innovativsten Diplomarbeiten. Die Auszeichnungen gingen an Elijah Imre (Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre) und Michele Baumann (Master of Science in Information Systems ).
- Der Liechtensteinische Bankenverband (LBV) zeichnete Yiwei Chen (Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre mit Vertiefung Finanzdienstleistungen) und Matthew Burkart (Master of Science in Finance) für die besten Notendurchschnitte aus. Lucas Imris (Master of Science in Finance) sicherte sich den Preis für die praxisrelevanteste Masterthesis im Studiengang Finance.
Beim anschliessenden Apéro im Foyer stiessen die frisch gebackenen Alumni gemeinsam mit ihren Familien auf den Meilenstein an.
Foto: Diplomfeier 3.2026 der Universität Liechtenstein, Bild aufgenommen in Vaduz am 27.03.2026 – FOTO & COPYRIGHT: DANIEL SCHWENDENER

