Am vergangenen Mittwoch fand in Malbun eine grossangelegte Evakuierungsübung des Liechtensteinischen Lawinendienstes statt. Rund 40 Einsatzkräfte trainierten die Abläufe bei sehr grosser Lawinengefahr für den Ernstfall.

An der Grossübung waren neben dem Lawinendienst die Bergrettung, die Landespolizei (Alpinpolizei), der Gemeindeschutz Triesenberg sowie die Bergbahnen Malbun AG beteiligt. Ziel der Übung war es, die bereits gut eingespielte Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen weiter zu festigen, um im Ereignisfall effizient und koordiniert handeln zu können.

Realitätsnahes Übungungsszenario
Das Übungsszenario erinnerte an das Ereignis Lawinenwinter 1999: Aufgrund der seit mehreren Tagen anhaltenden intensiven Schneefällen sowie des starken Windes wurde am Mittwochmorgen die höchste Lawinengefahrenstufe 5 (sehr gross) angenommen. Gestützt auf verschiedene Beurteilungskriterien wurde aus Sicherheitsgründen entschieden, die Sperrstufe C zu erlassen, bei der ein grosser Teil des Malbuntals gesperrt wird.

Im Depot des Lawinendienstes erhielten die Einsatzkräfte ihre jeweiligen Aufträge. Im Rahmen der Übung evakuierte die Bergrettung in Zusammenarbeit mit der Alpinpolizei sowie den Bergbahnen mehrere Personen, die sich in den Gebäuden des gesperrten Gebietes aufhielten. Die Evakuierten wurden in den Notfalltreffpunkt Malbun gebracht, wo sie durch die zahlreichen Mitglieder des Gemeindeschutzes Triesenberg bestens betreut, registriert sowie verpflegt wurden.

Professionelle Zusammenarbeit
Im Anschluss an die Übung zogen sowohl die Übungsleitung wie auch die Verantwortlichen der beteiligten Organisationen eine positive Bilanz. Insbesondere die Abläufe sowie die professionelle Zusammenarbeit unter realitätsnahen Bedingungen konnten weiter gefestigt und optimiert werden.