Leserbrief von Beat Schurte,
Breiten 19, Eschen

Vielfalt ist ein wichtiger Wert – doch sie lebt vom offenen Austausch, nicht von einseitigen Erwartungen – wie dies der Verein für Menschenrechte im Vaterland – Samstag-Ausgabe – berichtet.

Wenn NGOs im Namen der Menschenrechte auftreten, sollten sie nicht nur Positionen vertreten, sondern auch andere Sichtweisen ernst nehmen. Mündige Bürger wünschen sich, dass ihre Anliegen – etwa der Erhalt von Sprache, Kultur und gewachsener Identität – genauso Gehör finden. Das ist kein Widerspruch zu Vielfalt, sondern Teil davon

Gerade wenn Organisationen öffentliche Mittel erhalten, wäre Zurückhaltung bei normativen Vorgaben wichtig. Vertrauen entsteht dort, wo Argumente zählen – nicht, wo Haltungen vorgegeben werden.

Eine starke Gesellschaft entsteht durch Dialog, nicht durch Druck.